Neuner sprintet mit viel Spaß zu Gold!

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Magdalena Neuner holt sich Gold

Ruhpolding - Magdalena Neuner hat bei der Biathlon-Weltmeisterschaft in Ruhpolding Sprint-Gold und damit ihren elften WM-Titel erkämpft. Schon das Rennen war für sie ein großes Vergnügen.

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Magdalena Neuner hat ihr 11. WM-Gold gewonnen. Die 25-Jährige aus Wallgau siegte bei den Biathlon-Weltmeisterschaften in Ruhpolding im Sprint über 7,5 km mit einem fehlerfreien Schießen in 21:07,0 Minuten überlegen vor der Weißrussin Darja Domratschewa (15,2 Sekunden zurück) und der Ukrainerin Wita Semerenko (37,6). Damit verteidigte die Rekordweltmeisterin ihren Titel von 2011 erfolgreich und geht auch als Top-Favoritin beim Verfolgungsrennen am Sonntag (16.00 Uhr/ZDF und Eurosport) an den Start.

Neuners Sprint zum 11. Titel in Bildern

Neuner sprintet zu WM-Gold

„Ich habe mich im Rennen super gefühlt. Ich hatte richtig Bock aufs Laufen. Ich bin noch nie vor so einem tollen Publikum gelaufen. Es war ein unglaubliches Gefühl, als die letzte Scheibe gefallen ist“, sagte Neuner: „Ich war mit einem inneren Lächeln auf der Strecke unterwegs. Ich wollte alles genießen und habe vor und im Rennen Spaß gehabt.“

In der oberbayerischen Frühlingssonne gewann Neuner auch die Materialschlacht im tiefen Schnee. „Da habe ich unseren Technikern voll vertraut.“ Der Rekord-Weltmeisterin ist nun auch der Sprint-Weltcup nicht mehr zu nehmen. Bis zur Heim-WM hatte sie sechs von acht Weltcup-Rennen über die 7,5 Kilometer gewonnen. Und im ersten Einzel-Rennen bei der WM wurde sie ihrer Favoritenrolle gerecht. „Es ist ganz, ganz wichtig, dass man sich weniger um die anderen als um sich selbst kümmert. Ich habe versucht, mein eigenes Ding zu machen. Das ist vielleicht das Geheimnis“, sagte sie.

Die 28.000 Zuschauer in der ChiemgauArena feierten nach der Männer-Enttäuschung ihren Liebling Neuner. Unter dem strahlend blauen Himmel und bei Plusgraden hielten sie Lena-Plakate in die Höhe. „Nur ein Kuss, Magdalena“, stand auf einem. Oder: „Danke Lena!“.“

Magdalena Neuner: So schön, so erfolgreich

So schön und so erfolgreich: Magdalena Neuner

Locker, leicht und gut gelaunt winkte Neuner kurz vor dem Start noch einmal in die Fernsehkameras. Ohrenbetäubend war der Jubel, als sie sich auf die Strecke machte. „Bei dem tiefen Schnee ist es gut, von den Leuten getragen zu werden. Es war so toll, wie das ganze Stadion getobt hat. Es hat Spaß gemacht.“

Mucksmäuschenstill war es, als Neuner erstmals an den Schießstand kam. Fünf Schuss, fünf Treffer - die Wallgauerin räumte alle Scheiben sauber ab. Doch auch die vor ihr gestartete Konkurrenz blieb fehlerfrei. Domratschewa, Semerenko oder Ekholm - sie alle trafen auch im Stehen.

Doch Neuner war auch bei ihrem zweiten Auftritt am Schießstand die Ruhe in Person. Fünf Schuss und wieder fünf Treffer. „Oh, wie ist das schön!“, hallte es durch die proppenvolle Arena. „Es war ein unglaubliches Gefühl, als beim letzten Schießen die letzte Scheibe gefallen ist“, sagte die Siegerin und strahlte. Neuner war 15,2 Sekunden schneller als Domratschewa unterwegs.

Die weiteren deutschen Starterinnen Tina Bachmann (Schmiedeberg/3 Schießfehler), Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld/1), Andrea Henkel (Großbreitenbach/3) und Miriam Gössner (Garmisch/4) verpassten die Top 20.

Doppel-Olympiasiegerin Neuner hat nun im Verfolgungsrennen am Sonntag (16.00 Uhr/ZDF und Eurosport) über zehn Kilometer beste Chancen, das Titel-Dutzend voll zu machen. Dann will sie ihre dritte WM-Medaille nach Sprint-Gold und Bronze mit der Mixed-Staffel erobern.

SID/dpa

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