"Bin beeindruckt"

Neuner adelt Biathlon-Küken Dahlmeier

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Laura Dahlmeier

Berlin - Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner ist von der neuen Biathlon-Hoffnungsträgerin Laura Dahlmeier beeindruckt. Die 19-Jährige ist in nur sieben Weltcuprennen ins Rampenlicht getreten.

Selbst Magdalena Neuner ist begeistert. Mit ihren starken Auftritten im Weltcup ist „Biathlon-Küken“ Laura Dahlmeier in den letzten vier Wochen ins Rampenlicht gelaufen. In sieben Rennen schaffte es die 19-Jährige fünfmal in die Top 10 - und ist nach dem Saisonende die große Hoffnungsträgerin der erfolgsverwöhnten Skijäger für das anstehende Olympiajahr.

„Ich kenne Laura ja ganz gut, denn sie war meine Trainingskollegin über Jahre. Und sie ist eine Bank am Schießstand. Aber dass sie so brutal gut drauf ist, hätte ich nicht gedacht“, sagte Rekordweltmeisterin Neuner im Gespräch mit t-online.de. Überrascht sei sie von dem enormen Leistungsschub nicht unbedingt, dafür aber „sehr beeindruckt“.

Dahlmeier ist genau die Hoffnungsträgerin, die dem Deutschen Skiverband (DSV) im Jahr eins nach Neuner lange gefehlt hatte. Vollkommen entspannt und unbekümmert bestritt die dreimalige Junioren-Weltmeisterin ihre ersten Einsätze im Weltcup und schaffte es dabei immer unter die besten 30 - selbst der Sprung aufs Podium war in Oslo, Sotschi und Chanty-Mansijsk möglich. „Die Saison ist definitiv viel besser gelaufen, als ich es mir jemals vorgestellt hätte“, sagt Dahlmeier: „Das ist alles unglaublich, wie im Traum.“

Überraschend war die nervenstarke Bayerin im Februar für die Weltmeisterschaften in Nove Mesto nominiert worden. Sie sollte Erfahrung als Ersatzfrau sammeln, wurde dann jedoch in der Staffel eingesetzt. Dahlmeier glänzte, brachte das DSV-Quartett von Rang acht auf eins nach vorne. Dass es am Ende keine Medaille gab, lag nicht an ihr. Dafür führte sie ihr Team bei der Olympia-Generalprobe in Sotschi zum Sieg.

„Man muss ihr ein Kompliment machen. Wie sie diese ganzen neuen Erfahrungen weggesteckt, ist wirklich toll“, sagte Frauen-Bundestrainer Gerald Hönig. Sie sei im Kopf sehr stark und viel weiter als andere Skijägerinnen in ihrem Alter. „Ich hoffe, dass sie ihr eigenes Ding macht und sich nicht unter Druck setzen lässt. Und nicht verheizt wird“, sagt Neuner.

Sie selbst weiß, wovon sie spricht. Der Druck auf die heute 26-Jährige war schon in jungen Jahren enorm, schnell wurden von ihr absolute Höchstleistungen gefordert. Mittlerweile ist Neuner seit einem Jahr zurückgetreten, hält aber auch den Kontakt zu Dahlmeier: „Laura durfte ich ja Gott sei Dank nur Glückwunsch-SMS in letzter Zeit schreiben.“

Vom Weltcupfinale aus Chanty-Mansijsk flog Dahlmeier am Montag nach der rauschenden Saisonabschlussparty mit dem deutschen Team nach München, von dort ging es ins heimische Garmisch-Partenkirchen. Doch den verdienten Urlaub gibt es noch nicht. „Im April stehen noch die Zoll-Meisterschaften auf dem Programm“, sagt Dahlmeier: „Wir haben noch nicht darüber gesprochen, wann es dann wie weitergeht.“

Schon im Mai sollen die Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele beginnen, bei denen Dahlmeier eine noch wichtigere Rolle in der deutschen Mannschaft spielen könnte. Davon ist auch Neuner überzeugt. „Sie ist wirklich eine coole Socke. Von ihr wird man noch viel hören“, sagte die Doppel-Olympiasiegerin im Gespräch mit dem Kölner Express.

sid

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