Kritik von Teamkollegen

Machata bekommt Gegenwind: "Moralisch schwach"

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Manuel Machata bekommt nach der Kufen-Affäre erstmals Gegenwind von seinen Teamkollegen.

Berlin - In der Kufen-Affäre um den Bobpiloten Manuel Machata schaukeln sich die Emotionen weiter hoch. Jetzt bekommt der für ein Jahr gesperrte Ex-Weltmeister Gegenwind von seinen Teamkollegen.

„Er muss seine Quittung kriegen, das war moralisch schwach“, sagte Zweier-Weltmeister Francesco Friedrich (Oberbärenburg) der Sächsischen Zeitung. Mit den Kufen, die Machata nach seiner verpassten Qualifikation für die Winterspiele in Sotschi an den russischen Doppel-Olympiasieger Alexander Subkow weitergegeben hat, wäre auch Friedrich gerne gefahren: „Ich habe ihn im Januar nach den Kufen gefragt, da war es vielleicht schon zu spät.“

Auch Routinier Thomas Florschütz (Riesa) kritisierte den Weltmeister von 2011. „Er hätte sich besser überlegen sollen, wem er seine Kufen verleiht. Er hat unseren stärksten Gegner noch einmal stärker gemacht“, sagte der WM-Dritte dem SID und kündigte an: „Uns Olympiafahrern hat nicht gefallen, was Manuel in Sotschi gemacht hat. Wir werden ihn jetzt nicht mobben oder so, aber wir sind alles Kerle und werden ihm auch die Meinung sagen.“

Der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) hatte Machata wegen „verbandsschädigenden Verhaltens“ für ein Jahr von allen Wettkämpfen gesperrt und mit einer 5000-Euro-Geldstrafe belegt. Machata wird gegen das Urteil Einspruch vor dem BSD-Rechtsausschuss einlegen. Da der 29-Jährige anscheinend nicht gegen die Athletenvereinbarung verstoßen hat, werden ihm gute Chancen eingeräumt.

Die genauen Hintergründe des Kufenhandels sind noch immer unklar. Machata betonte, er habe das vom Schweizer Unternehmer Pius Meyerhans erworbene Material an Subkow weitergeben müssen, weil das Bestandteil des Deals gewesen sei. Meyerhans wiederum verriet, Machata hätte an der Weitergabe kein Geld verdient. Darüber gibt es im Verband jedoch Zweifel.

SID

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