Charr: Klitschko "ist mein Fleisch"

Manuel Charr will gegen Witali Klitschko boxen

Köln - Schwergewichtsboxer Manuel Charr hat sich als Gegner von WBC-Weltmeister Witali Klitschko ins Gespräch gebracht. Für den "Löwen" ist der Champion ein Stück "Fleisch".

Charr soll schon die Zusage des Ukrainers für einen Kampf Anfang September in der Tasche haben. Der 27-Jährige sagte dem Kölner Express, er werde am Montag einen entsprechenden Vertrag unterschreiben.

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„Witali ist ein großer Champion, ich kann mich nur bedanken, dass er mir diese Chance gibt“, sagt der „Koloss von Köln“ und kündigte an: „Witali wird fallen, egal, wo wir boxen. Von mir aus auch in der Ukraine.“ Charr sieht sich gegen den 40-jährigen Klitschko im Vorteil: „Witali ist alt und satt. Ich bin der Löwe, der jahrelang eingesperrt war und jetzt rausgeht, um sich ein Stück Fleisch zu holen. Witali ist mein Fleisch.“

Das Klitschko-Management bestätigte den Kampf bislang nicht. Geplant war, dass Witali Anfang September einen Kampf bestreiten soll. Als Gegner wurden zuletzt David Haye und Marco Huck gehandelt. Es könnte der letzte WM-Kampf des älteren der beiden Klitschko-Brüder sein. „Dr. Eisenfaust“ zieht es in die Politik. Am 24. Oktober will er an den Parlamentswahlen in der Ukraine teilnehmen.

„Diamond Boy“ Charr ist ein Lautsprecher der besonderen Art. Auf einer Pressekonferenz im vergangenen Dezember, in deren Rahmen die Absage des Kampfes von Witalis Bruder Wladimir gegen den Franzosen Jean-Marc Mormeck verkündet worden war, hatte der Linksausleger plötzlich das Wort ergriffen und Witali herausgefordert: „Hier steht ein echter Panzer.“ Dann packte er einen Spielzeugpanzer aus und stellte ihn vor Klitschko-Manager Bernd Bönte auf den Tisch.

Bönte schaute kurz ungläubig und meinte trocken: „Wir haben schon viele Kämpfe gesehen, aber das ist ein Kampf, den RTL nicht sehen will.“ Charr sei eher ein lahmer Bus und kein Panzer. Dennoch: Der frühere Boxer des BC Erle Gelsenkirchen darf Klitschko nach 21 Siegen laut WBC-Reglement fordern.

sid

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