NHL-Lockout dauert noch bis Ende November

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Der Spielbetreib in der NHL dauert an.

New York - Infolge des andauernden Arbeitsstreits mit der Spielergewerkschaft NHLPA hat die nordamerikanische Eishockey-Profiliga NHL alle Begegnungen bis zum 30. November abgesagt.

Ein weiteres Treffen beider Parteien war in dieser Woche nicht zustande gekommen, zuvor hatten die Spieler eine 50:50-Offerte abgelehnt und stattdessen 56 oder 57 Prozent der Einkünfte von rund 3,3 Milliarden Dollar verlangt. „Die NHL bedauert zutiefst, diesen Schritt gehen zu müssen“, sagte NHL-Kommissar Gary Bettman: „Nachdem wir der NHLPA ein Angebot vorgelegt hatten, das einen faire Teilung der Einnahmen beinhaltete, waren wir der Hoffnung, dass ein langfristiger Arbeitsvertrag zustande kommt, der den Fans eine 82 Spiele lange Saison garantieren würde. Leider geschah dies nicht.“

Durch den Arbeitskampf war der für den 11. Oktober geplante Saisonstart ins Wasser gefallen. Mehr als hundert NHL-Profis spielen derzeit für europäische Klubs. Bereits in den Spielzeiten 1994/95 und 2004/05 hatten sich Liga und Spielergewerkschaft nicht auf einen Arbeitsvertrag einigen können. Beim ersten Lockout fiel nur ein Teil der Saison aus, 2004/05 wurde die gesamte Spielzeit abgesagt.

Selbst US-Präsident Barack Obama brachte kürzlich seinen Unmut über den Tarifstreit zum Ausdruck. In der TV-Show des berühmten Talkmasters Jay Leno forderte der 51-Jährige die Parteien auf, eine Lösung zu finden. „Jedes mal wenn so etwas passiert, erinnere ich Spieler und Klubbesitzer daran, dass sie ihr Geld verdienen, weil eine Menge hart arbeitender Fans Tickets kauft oder vor dem Fernseher sitzt“, sagte Obama: „Kriegt das geregelt!“

sid

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