"Letztes Jahr waren wir auch kein Favorit"

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Dirk Nowitzki.

Dallas - NBA-Superstar Dirk Nowitzki spricht im Interview über den Lockout und die angestrebte Titelverteidigung mit den Dallas Mavericks.

Lange war unsicher, ob Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks überhaupt die Chance erhalten würden, den Titel zu verteidigen. Doch nach dem zweitlängsten Lockout in der NBA-Geschichte startet am 1. Weihnachtstag endlich die verkürzte Saison mit 66 Spielen pro Team. Nowitzkis Ziel ist klar: „Die Titelverteidigung wäre natürlich eine tolle Sache“, sagte der Basketball-Superstar im Interview der Nachrichtenagentur dpa.

Dirk Nowitzki, am Sonntag geht es endlich wieder los. Worauf freuen Sie sich bei der Neuauflage der NBA-Finalserie gegen die Miami Heat am meisten?

Nowitzki: „Das wird noch einmal ein ganz besonderer Moment werden mit vielen Erinnerungen und Emotionen. Den Meisterring bekommen wir zwar erst etwas später, aber der Champions Banner wird in der Halle hochgezogen. Der bleibt dann für immer da hängen, das ist schon etwas ganz Besonderes. Den Titelgewinn kann uns niemand mehr nehmen.“

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Wegen des langen Lockouts war die Vorbereitung extrem kurz. Wie fit gehen Sie am Ersten Weihnachtstag in die Saison?

Nowitzki: „Ich habe die Pause genutzt, um mich aktiv zu regenerieren. Am Anfang war es ein bisschen schwierig im Sommer, nachdem ich mir mit dem Titel meinen großen Traum erfüllt hatte. Die EM kam da einfach zu früh. Danach habe ich aber noch einmal zwei Monate nichts gemacht, hatte keinen Basketball in der Hand. Das hat mir sehr gut getan. Von daher war es für mich ein kleiner Glücksfall, dass es den Lockout gab. Jetzt arbeiten wir hart daran, um für die Saison fit zu werden. Ich fühle ich mich gut und freue mich auf die neue Saison.“

Das Team hat sich stark verändert. Welchen Eindruck haben Sie von den neuen „Mavs“ bislang gewonnen?

Nowitzki: „Wir sind wieder eine sehr erfahrene Mannschaft. Es war eine verkürzte Vorbereitung und wir müssen abwarten, wie wir in unseren Rhythmus finden und wie wir die Neuzugänge integrieren können. Aber mit Lamar Odom oder Vince Carter haben wir gute Leute dazubekommen.“

Kann das Team nach so kurzer Zeit überhaupt schon eingespielt sein?

Nowitzki: „Es war schon eine sehr ungewöhnliche Vorbereitung. Wir durften ja keinen Kontakt zu den Trainern während des Lockouts haben und so habe ich mich mit Individualtraining und Cardio-Einheiten fit gehalten. Aber da der Saisonstart so unsicher war, war es schwierig, eine planmäßige Vorbereitung durchzuführen. Von daher wird es sicher noch ein bisschen brauchen, bis wir uns als Team gefunden haben.“

Die Center-Position scheint nach dem Abgang von Tyson Chandler ein Schwachpunkt zu sein. Braucht die Mannschaft noch einen neuen großen Spieler unter dem Brett?

Nowitzki: „Wir werden Tyson vermissen und müssen versuchen, seinen Weggang als Mannschaft zu kompensieren. Aber mit Brendan Haywood haben wir einen erfahrenen Mann, der für uns dieses Jahr eine wichtige Rolle spielen wird.“

Den Traum vom Titel haben Sie sich erfüllt. Mit welchen Ambitionen gehen Sie jetzt noch in die Saison?

Nowitzki: „Die Titelverteidigung wäre natürlich eine tolle Sache. Ich freue mich auf die neue Saison und die kommenden Herausforderungen.“

Ist die Titelverteidigung denn drin für die „Mavs“?

Nowitzki: „Viele trauen uns den erneuten Titel nicht zu, aber letztes Jahr waren wir ja auch keine Meisterschaftsfavoriten. Ich denke, wir haben eine erfahrene Truppe beisammen. Den Rest wird man sehen.“

Wer sind die Favoriten?

Nowitzki: „Im Osten ist Miami der Favorit, im Westen sind es wohl die Los Angeles Clippers, die Los Angeles Lakers, die San Antonio Spurs und die Memphis Grizzlies.“

Befürchten Sie, dass der Lockout der Liga geschadet hat?

Nowitzki: „Ich hoffe, dass wir die Fans mit guten Leistungen auf dem Spielfeld für die abgesagten Spiele entschädigen können.“

Sie müssen am 25.12. ran. Wie feiern Sie da überhaupt Weihnachten?

Nowitzki: „Am Ersten Weihnachtsfeiertag haben wir unser erstes Heimspiel und am 26.12 spielen wir daheim gegen Denver. Da wird neben Training und anderen Terminen nicht viel Zeit bleiben. Aber ich freue mich, Weihnachten mit meiner Familie feiern zu können, die hier in Dallas ist.“

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