Lagenstaffel ohne Steffen disqualifiziert

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Deutschlands Sina Sutter (v.l.), Sarah Poewe, Jenny Mensing und Daniela Schreiber (unten) nach dem Finale.

Shanghai - Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) hat bei der WM in Shanghai erneut einen schwarzen Tag erlebt. Die Lagenstaffel wurde ohne Britta Steffen im Finale disqualifiziert.

Helge Meeuw, Christian Kubusch und Dorothea Brandt verfehlten die anvisierten Endläufe.

Das DSV-Quartett mit Jenny Mensing, Sarah Poewe, Sina Sutter und Daniela Schreiber nahm die Disqualifikation nach einem Wechselfehler mit Fassung. “Wir sind volles Risiko gegangen. Da kann so etwas schnell passieren“, sagte Sutter.

Olympia-Ticket gelöst

Ein Trost ist, dass die Staffel durch den Endlaufeinzug bereits das Ticket für Olympia im kommenden Jahr in London gelöst hatte. Ohne die Disqualifikation wäre die Staffel auf Platz sieben gelandet. Gold ging an die USA in 3:52,36 Minuten vor China (3:55,61) und Australien (3:57,13).

Steffen war nach ihrem WM-Fiasko vorzeitig aus China abgereist. Die Doppel-Olympiasiegerin soll nach Informationen der “Bild“-Zeitung bei Freunden in Heidelberg untergetaucht sein. Dort will sie zunächst Abstand gewinnen und unangenehmen Fragen nach ihrer Krise entgehen.

Brandt fehlte eine Hundertstel

Auch für die restlichen DSV-Teilnehmer verlief der vorletzte Wettkampftag in Shanghai enttäuschend. Helge Meeuw blieb über 50 Meter Rücken im Halbfinale als Zehnter in 25,20 auf der Strecke. Dorothea Brandt verpasste über 50 Meter Freistil in 25,06 Sekunden als Neunte den Endlauf. Über 50 Meter Brust sagte die Neuköllnerin ihren Start ab.

Eine Demütigung erlebte Christian Kubusch über 1500 Meter Freistil. Der Magdeburger scheiterte im Vorlauf in 15:27,68 Minuten auf Platz 21. “Ich entschuldige mich bei Deutschland für diese Leistung“, sagte der Vize-Europameister über 800 Meter anschließend kleinlaut.

Zweites Gold für Cielo

Ein besonderes Jubiläum konnte Michael Phelps feiern. Der Rekord-Olympiasieger aus den USA gewann über 100 Meter Schmetterling (50,71) und sicherte sich damit seinen insgesamt 25. WM-Titel. Sein zweites Gold in Shanghai holte sich der freigesprochene Dopingsünder Cesar Cielo aus Brasilien über 50 Meter Freistil (21,52). Weitere WM-Titel gingen an die Niederländerin Inge Dekker über 50 Meter Schmetterling (25,71), die US-Amerikanerin Melissa Franklin über 200 Meter Rücken (2:05,10) und Olympiasiegerin Rebecca Adlington (8.17,51) über 800 Meter Freistil.

dapd

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