Nach TV-Beichte

Krebsstiftung "enttäuscht von Armstrong"

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Lance Armstrong war bei allen sieben Tour-Siegen gedopt.

Austin - Die Krebsstiftung Livestrong hat sich von ihrem Gründer Lance Armstrong distanziert. Nach dem Doping-Geständnis des Ex-Radsportstars ließ die Stiftung verlauten: "Wir sind enttäuscht."

„Wir sind enttäuscht über die Nachricht, dass Lance Armstrong die Menschen während seiner Karriere getäuscht hat - inklusive uns", so die Stiftung. Am Donnerstag wurde die Sendung ausgestrahlt, in der Lance Armstrong im Interview mit US-Moderatorin Oprah Winfrey die Beichte abgelegt hatte.

Armstrong war zuvor in die Livestrong-Zentrale in Austin/Texas gekommen, um sich persönlich bei den Mitarbeitern zu entschuldigen. „Wir haben seine Entschuldigung akzeptiert, um nach vorne zu blicken und einen starken, unabhängigen Kurs einzuschlagen“, hieß es in einem Statement.

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Im vergangenen November war Armstrong von allen offiziellen Ämtern der Stiftung zurückgetreten, um die Organisation vor negativen Auswirkungen zu bewahren. Nach einem Enthüllungsbericht der US-Anti-Doping-Agentur USADA war der Texaner vom Weltverband UCI lebenslang gesperrt worden. Seine sieben Tour-Siege wurden ihm aberkannt.

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Wenige Tage später distanzierte sich die Organisation von ihrem Gründer und änderte den Namen der Stiftung von „Lance-Armstrong-Foundation“ in „Livestrong-Foundation“.

sid

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