NFL: Prämie für jeden verletzten Gegenspieler

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Solche Attacken gehören zum guten Umgangston in der NFL.

Washington - Skandal in der nordamerikanischen American-Football-Liga NFL: Ein Trainer gab zu, seinen Spielern bis zu 50.000 Dollar gezahlt zu haben, wenn diese ihre Gegner absichtlich verletzen.

Defensiv-Coach Gregg Williams hat zu seiner Zeit bei den New Orleans Saints seine Spieler mit Kopfgeldern angestachelt. Etwa 20 Saints-Spieler hätten damals davon profitiert.

Laut Medienberichten belohnte der Katalog Attacken auf den Quarterback mit 500 Dollar, 1000 Dollar gab es für einen kurzfristigen K.o. und bis zu 1500 Dollar, wenn der Gegner das Feld nicht auf eigenen Füssen verlassen konnte. In den Playoffs erreichten diese Prämien schockierende 50.000 Dollar. Eigens für diese Zahlungen sei ein spezieller Fonds angelegt worden.

Laut US-Medien sollen auch die Washington Redskins, die Buffalo Bills und die Tennessee Titans ein Kopfgeld auf verletzte Gegner ausgesetzt haben. Redskins-Spieler Matt Bowen bestätigte in der "Washington Post": "Es ist eine hässliche Tradition. Ich kann garantieren, dass Gregg Williams nicht der Einzige ist, der das getan hat. Er ist nur der, den sie erwischt haben."

Williams bereuit nun seine damalige Vorgehensweise: "Das war ein schrecklicher Fehler. Ich hätte es stoppen sollen. Ich übernehme die volle Verantwortung. Ich habe meine Lektion gelernt."

Die NFL hat Ermittlungen eingeleitet.

fw

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