Kohli und Barthel erreichen Endspiele

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Philipp Kohlschreiber greift nach seinem fünften Titel auf der ATP-Tour

Auckland - Das Tennis-Jahr 2013 fängt aus deutscher Sicht gut an. In Mona Barthel und Philipp Kohlschreiber stehen gleich zwei Profis bei den Generalproben für die Australian Open in Endspielen.

Die deutschen Tennisprofis sind für die Australian Open bestens gerüstet. Am Freitag gewannen Mona Barthel und Philipp Kohlschreiber ihre Halbfinals bei den jeweiligen Generalproben für das am Montag beginnende erste Grand-Slam-Turnier des Jahres. Kohlschreiber bezwang bei der mit 433 400 Dollar dotierten ATP-Veranstaltung in Auckland den Amerikaner Sam Querrey mit 6:4, 7:6 (7:2) und trifft nun im Endspiel auf den Spanier David Ferrer. Barthel setzte sich beim WTA-Event in Hobart gegen die Belgierin Kirsten Flipkens mit 6:4, 6:4 durch und steht damit kurz vor der Titelverteidigung. Im Endspiel wartet an diesem Samstag die Russin Jelena Wesnina.

Kurz vor Beginn der Australian Open in Melbourne, bei denen Kohlschreiber zunächst auf den Belgier Steve Darcis treffen wird, zeigte sich der 29-Jährige in sehr guter Verfassung. Im zweiten Satz bewies der Davis-Cup-Profi zudem Nervenstärke, als er einen Satzball des Amerikaners abwehren konnte. „Es ist toll, hier zu sein. Ich liebe die Bedingungen“, sagte Kohlschreiber, 2008 Sieger der Heineken Open.

Die Nummer 19 der Welt servierte insgesamt zehn Asse und ließ Querrey im Tiebreak des zweiten Satzes keine Chance. „Ich habe mich bislang in jedem Spiel gesteigert. Ich hoffe, das gelingt mir auch im Finale“, meinte Kohlschreiber. Allerdings wartet im Endspiel ein dicker Brocken. Ferrer demontierte im anderen Halbfinale Gael Monfils aus Frankreich mit 6:1, 6:2. Der Titelverteidiger peilt nun seinen vierten Sieg in Auckland an.

Vor der Wiederholung ihres Triumphes aus dem Vorjahr steht auch Barthel. Wie schon 2012 präsentiert sich die 22-Jährige zum Jahresauftakt in bestechender Form und weckt Hoffnungen auf ein erfolgreiches Abschneiden in Melbourne. Dort trifft die Norddeutsche zum Start auf Ksenia Pervak aus Kasachstan.

Doch zunächst ist Barthels Fokus voll und ganz auf das Endspiel bei der mit 235 000 Dollar dotierten Veranstaltung in Hobart gerichtet. Gegen Flipkens zeigte die Nummer 32 zwar noch einige Schwankungen beim Aufschlag. Wenn es darauf ankam, konnte sie such aber auf ihr Service verlassen. Nach 83 Minuten machte Barthel den Sieg perfekt und greift nun gegen Wesnina nach dem zweiten Titel ihrer Karriere.

„Es fühlt sich etwas anders an, als im letzten Jahr. Damals kam ich aus der Quali, dieses Mal war ich gesetzt“, meinte Barthel nach ihrem Halbfinalsieg. „Aber natürlich ist es immer noch etwas ganz Besonderes, in einem Finale zu stehen. Und das auch noch hier, wo ich meinen ersten Titel gewinnen habe.“

In Sydney sicherte sich die Polin Agnieszka Radwanska durch ein klares 6:0, 6:0 gegen die Slowakin Dominika Cibulkova bereits den zweiten Turnier-Triumph in diesem Jahr. Im Endspiel der Herren stehen sich die australische Tennis-Hoffnung Bernard Tomic und Kevin Anderson aus Südafrika gegenüber.

dpa

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