Davis-Cup-Team liegt zurück

Kohlschreiber erleidet Bizeps-Einriss

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Phil ipp Kohlschreiber

Buenos Aires - Das deutsche Davis-Cup-Team muss in Argentinien in den restlichen Spielen auf Philipp Kohlschreiber verzichten. Die Chancen stehen nach dem ersten Tag eh schlecht.

Der deutsche Tennisprofi Philipp Kohlschreiber hat sich beim Davis-Cup-Spiel in Argentinien einen Einriss im Bizeps des linken Oberschenkels zugezogen. Der zwei Zentimeter lange Einriss wurde am Freitag (Ortszeit) bei einer Kernspintomographie in einem Krankenhaus in Buenos Aires festgestellt. Dies teilte der Deutsche Tennis Bund mit und bestätigte, dass Kohlschreiber für das restliche Wochenende ausfällt.

Der Augsburger hatte die Verletzung im fünften Satz des Auftaktmatches gegen Carlos Berlocq erlitten, musste deshalb aufgeben und konnte danach nicht mehr gehen. Anschließend verlor Florian Mayer in vier Sätzen gegen Juan Mónaco. Mayer oder Davis-Cup-Neuling Tobias Kamke werden anstelle von Kohlschreiber an diesem Samstag (17.00 Uhr MEZ) im möglicherweise schon entscheidenden Doppel an der Seite von Christopher Kas antreten. Teamchef Carsten Arriens muss seine Entscheidung spätestens eine Stunde vor Spielbeginn treffen.

„Darüber haben wir noch nicht gesprochen“, sagte Mayer über einen möglichen Doppel-Einsatz nach der 7:6 (7:4), 3:6, 3:6, 4:6-Niederlage gegen den Weltranglisten-Zwölften Mónaco. Kohlschreiber sollte am Sonntag gegen Mónaco antreten und dürfte dann voraussichtlich von Kamke ersetzt werden. Sollte allerdings auch kein Erfolg im Doppel gelingen, würde die deutsche Auswahl schon uneinholbar 0:3 zurückliegen. Damit wären die Spiele am Sonntag ohne Bedeutung und der erneute Gang in die Abstiegsrunde der Weltgruppe besiegelt.

„Unsere Chance ist fast gegen Null gesunken. Das ist bitter“, sagte Mayer und betonte mit Blick auf den enttäuschenden Freitag: „Wir haben uns viel mehr ausgerechnet, mindestens ein 1:1. Wir haben erwartet, dass Philipp gegen Berlocq gewinnt.“ Angesichts des 0:2-Zwischenstandes und des Ausfalls von Kohlschreiber sprach der Bayreuther von einer schweren Situation. Beide Einzel hatten bei großer Wärme stattgefunden, die angekündigten Gewitter blieben aus. „Ich hatte noch nie eine solche Hitze wie hier“, sagte Mayer nach seinem Nachmittags-Match bei 37 Grad.

dpa

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