Zum siebten Mal

THW Kiel gewinnt Supercup

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Feiern den Titelgewinn: Der THW Kiel

München - Der THW Kiel hat zum siebten Mal den nationalen Supercup gewonnen. In München bezwang der Rekordmeister die SG Flensburg-Handewitt. Nationalspieler Glandorf sein Comeback.

Der THW Kiel kennt kein Pardon. Vier Tage vor Beginn der Handball-Bundesliga hat der deutsche Rekordmeister den ersten Titel der Saison eingeheimst. Am Dienstagabend gewann der Champions-League-Sieger in München durch ein 29:26 (14:14) gegen die SG Flensburg-Handewitt zum siebten Mal den Supercup. Vor 6149 Zuschauern in der Eissporthalle warf Neuzugang Marko Vujin (9/4) die meisten Tore für die Kieler, die seit dem 4. Mai 2011 national ungeschlagen sind. Für Flensburg traf Nationalspieler Holger Glandorf im ersten Pflichtspiel seit Ostern ebenso sechsmal wie Anders Eggert.

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Die Saison hatte für die Handball-Bundesliga mit einer Hiobsbotschaft begonnen. Wegen eines Dachschadens in der angestammten Austragungsstätte Olympiahalle hatte der Supercup kurzfristig in die nahe gelegene, aber wesentlich kleinere Eissporthalle umziehen müssen. Für den Ligaverband bleibt neben dem höheren organisatorischen Aufwand auch eine herbe finanzielle Einbuße. „Wir haben allein 40 000 bis 50 000 Euro an Rückerstattung für die Tickets“, sagte Frank Bohmann, Geschäftsführer des Ligaverbandes HBL.

Zahlreiche der im Vorverkauf abgesetzten Eintrittskarten mussten vor der Partie von Sitzplatz- in Stehplatztickets umgetauscht werden. Für jede Sitzplatzkarte der ersten Kategorie erstattete die HBL zehn Euro zurück, in den anderen Kategorien wurden sieben Euro pro Karte an die Käufer zurückgezahlt. „Wir sind auf sehr viel Verständnis gestoßen“, berichtete Bohmann.

Die rund 6000 Fans in der Halle erlebten dann Spitzen-Handball mit zwei Olympiasiegern und insgesamt 13 Olympia-Teilnehmern von London. Zunächst setzte die SG Flensburg-Handewitt, die in der Vorsaison jeweils hinter Kiel Zweiter der Meisterschaft und im DHB-Pokal war, die Akzente. Der Europacupsieger setzte sich auf 4:1 (5.) ab.

Doch die Kieler sammelten sich rasch und schlugen zurück. Vier Treffer in Serie sorgten für das 5:4 (10.) für den „Zu-Null-Meister“. Der starke serbische Neuzugang Vujin erhöhte dann per Siebenmeter gar auf 8:6 (14.) und schien die Kieler schon wieder auf Siegkurs zu bringen. Die Flensburger aber bewiesen, dass sie ein erstzunehmender Kontrahent im Titelkampf sein werden.

Auch, weil der lange vermisste Holger Glandorf wieder fit ist. In der 12. Minute lief der Nationalspieler nach 136-tägiger Verletzungspause wegen einer Ferseninfektion zu seinem ersten Pflichtspiel auf. Nach zehnminütiger Anlaufphase traf der Linkshänder zweimal zum 12:10 (24.) für Flensburg. Dank des treffsicheren Vujin glichen die Kieler aber bis zur Pause auf 14:14 aus.

In der mehr vom Kampf geprägten zweiten Halbzeit war Kiel dem Nordrivalen immer knapp voraus. Zudem ereilte Flensburg dann das Verletzungspech: Rückraumspieler Petar Djordjic musste in der 43. Minute mit einer schweren Blessur des rechten Knies vom Feld. Kiel nutzte die Phase und setzte sich vorentscheidend auf 22:18 (46.) ab.

dpa

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