"Ich muss in mich gehen"

Doping-Vorwurf: Zabel verweigert Kommentar

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Erik Zabel reagiert schmalllippig auf die Doping-Vorwürfe.

Köln - Erik Zabel will die Veröffentlichung seiner positiven Dopingprobe bei der Tour de France 1998 vorerst nicht kommentieren, sondern stattdessen in sich gehen.

„Ich muss erstmal den offiziellen Bericht abwarten und in mich gehen. Ich weiß nicht, welche Proben analysiert wurden. Das muss man sehen, und dann wird es auch eine Stellungnahme geben“, sagte Zabel der Bild-Zeitung. Der 43-Jährige hatte im Mai 2007 gestanden, nur 1996 kurzzeitig Epo-Doping getestet zu haben.

Zabel gehört zu den Radprofis, die die Anti-Doping-Kommission des französischen Senats am Mittwoch als Dopingsünder enttarnte. Die Kommission hatte die Ergebnisse anonymisierter Epo-Nachtests von Proben der Frankreich-Rundfahrt 1998 analysiert und den getesteten Profis zugeordnet. Die Proben waren im Jahr 2004 anhand neuer Testverfahren überprüft worden.

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Derweil fordert der gefallene US-Profi Lance Armstrong nach den Doping-Enthüllungen von Paris einen Abschluss der Vergangenheitsbewältigung im Radsport gefordert. „Wenn wir uns nicht zusammensetzen und einen Schlussstrich ziehen, dann sind wir alle angeschissen“, sagte der 41 Jahre alte Texaner dem Internetportal Cyclingnews.

Armstrong, der seine sieben Tour-Siege wegen Manipulation verloren hatte, zeigte sich vom Bericht der Anti-Doping-Kommission des französischen Senats „nicht überrascht“.

„Ich habe immer gesagt, dass dies eine unerfreuliche Ära für den Radsport war. Nahezu alle von uns haben die Regeln gebrochen und gelogen“, sagte Armstrong.

SID

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