Kaymer bei Titelverteidigung vor Aus

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Martin Kaymer steht vor dem Aus

Atlanta/Frankfurt - Martin Kaymer ist als Titelverteidiger der US PGA Championship so gut wie am Cut gescheitert. Auch Tiger Woods droht das Aus beim letzten Major des Jahres, das der Kalifornier bereits viermal gewann.

Schock für Martin Kaymer: Deutschlands Golfstar droht bei der US PGA Championship vorzeitig am Cut zu scheitern. Ein Jahr nach dem Triumphzug in Whistling Straits kann der Weltranglisten-Dritte bei Atlanta/Georgia seinen ersten und bisher einzigen Major-Titel nach zwei Runden definitiv nicht mehr verteidigen. Bei fünf über Par nach 145 Schlägen (72+73) musste der 26-Jährige aus Mettmann am Freitag in Johns Creek auf ein Wunder hoffen, um sich noch für die beiden Schlussrunden zu qualifizieren. Als Kaymer seine Runde beendet hatte, lag der Cut bei drei über Par.

Für den einstigen Branchenprimus Tiger Woods deutet sich das gleiche Schicksal an. Der Dominator des vergangenen Jahrzehnts war allerdings erst um 19.45 Uhr (MESZ) mit sieben über Par beim letzten Major des Jahres gestartet, das er bereits viermal gewinnen konnte.

“Ich gebe nie auf, und es sind noch drei Runden zu spielen. Es wäre super, wenn sich die harte Arbeit der letzten Wochen in den nächsten Tagen auszahlen würde“, hatte Kaymer noch vor der 2. Runde gesagt. “Ich bin noch lange nicht aus dem Geschäft.“ Nur die 70 Besten und Schlaggleichen aber erreichen in Atlanta die Schlussrunden. Kaymer lag nach seinem zweiten Durchgang auf Rang 93.

Dabei hatte Europas Golfer des Jahres 2010 nicht im entferntesten an ein mögliches Ausscheiden gedacht, obwohl er mit neun Schlägen Rückstand hinter dem führenden US-Profi Steve Stricker auf die Runde gegangen war. Vielmehr hatte er sich ausgerechnet, in den Finalrunden noch ein Wörtchen im Kampf um den Siegerscheck von 1,4 Millionen Dollar mitzureden.

Aber in der Hitzeschlacht bei bis zu 36 Grad Celsius kam der Rheinländer nach seiner 72er Auftaktrunde mit dem schwierigen Platz erneut nicht zurecht. Im Vergleich zum Vortag war er auf Loch zehn gestartet und fiel gleich mit fünf Bogeys und nur einem Birdie auf seinen ersten neun Löchern weit zurück.

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Noch am Donnerstag hatte er gerade auf der schwierigen Teilstrecke entscheidend Boden gutgemacht, um sich auf Rang 59 im noch erträglichen Abstand zur Spitze zu positionieren. Aber schon wie in der Vorwoche beim Invitational mit Rang 29 in Akron zeigte sich, dass er in einer Krise steckt, die sich mit noch nicht abgeschlossenen Schwungumstellung nur bedingt erklären lässt. Es war ein Trugschluss, dass seine 67er Schlussrunde in Ohio ihm soviel Selbstvertrauen mit auf den Weg zum Grand Slam geben würde, um eine Siegchance zu haben.

Einen rabenschwarzen Tag hatte Tiger Woods trotz eines Blitzstarts mit drei Birdies auf den ersten fünf Löchern schon bei seiner 77er-Auftaktrunde erlebt: Der US-Amerikaner muss bei dem mit 7,5 Millionen Dollar Wettbewerb mindestens unter die Top 25 in dem Weltklassefeld kommen. Sonst verpasst der auf Platz 30 im World-Ranking abgerutschte Kalifornier die Playoffs der mit 35 Millionen Dollar dotierten FedCup-Serie. Woods ist seit 22 Monaten sieglos und hat sein letztes von 14 Majors 2008 gewonnen.

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