Judo-WM: Schwergewicht Tölzer verliert Finale

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Andreas Tölzer (Archivfoto)

Paris - Andreas Tölzer hat wie im Vorjahr das Finale der Judo-WM gegen Frankreichs Superstar Teddy Riner verloren, dem deutschen Team aber mit Silber im letzten Einzelwettbewerb die ersehnte erste Medaille gesichert.

Der 31-jährige Mönchengladbacher unterlag dem Topfavoriten nach 3:33 Minuten durch eine große Wertung und verpasste damit die Gelegenheit, erster deutscher Schwergewichts-Weltmeister zu werden. Der erst 22 Jahre alte Riner, dessen Triumph 10.000 Fans frenetisch bejubelten, ist mit seinem fünften WM-Titel nun alleiniger Rekordchampion.

Tölzer, vor der WM durch eine Brustmuskelverletzung gehandicapt, bot auf dem Weg ins Finale eine beeindruckende Vorstellung, gewann sämtliche fünf Kämpfe vorzeitig und stand bei ersten vier Auftritten gerade einmal 8:10 Minuten auf der Matte. Nur in der Vorschlussrunde gegen den Kubaner Oscar Brayzon musste der Europameister von 2006 ein wenig zittern, ehe nach 4:07 Minuten der Sieg feststand. Riner ging ebenfalls keinmal über die volle Distanz, ließ unter anderem in Runde zwei Robert Zimmermann (Potsdam) keine Chance.

Als letzte Starterin des DJB scheiterte derweil Schwergewicht Franziska Konitz (Berlin) im Achtelfinale an der japanischen Weltranglistenersten Megumi Tachimoto. Damit blieben die DJB-Frauen wie schon 2010 in Tokio ohne Einzelmedaille.

Ebenfalls in der Runde der letzten 16 schied Dimitri Peters (Rotenburg/100 kg) aus, der gegen den späteren Weltmeister Taigir Chajbulajew (Russland) vermeidbar sechs Sekunden vor Kampfende verlor. Dino Pfeiffer (Karlsruhe/100 kg) unterlag in Runde eins dem Ukrainer Artem Blaschenko.

dpa

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