Rogge fordert mehr Aufklärung von Armstrong

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IOC-Präsident Jaques Rogge will mehr: Lance Armstrong bei seinem Doping-Geständnis vor laufender Kamera im US-Fernsehen.

Lausanne - Das Doping-Geständnis des gefallenen Radhelden Lance Armstrong reicht Jacques Rogge nicht. Der IOC-Präsident will Fakten hören, um das Anti-Doping-System verbessern zu können.

Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) forderte vom lebenslang gesperrten Texaner im Branchendienst „Around the Rings“ mehr Aufklärung. „Es ist nötig, mehr über die Methoden zu erfahren, die diesen Betrug möglich gemacht haben“, sagte Rogge, „es gibt Mängel im Anti-Doping-System. Und es gibt ein Beschaffungssystem. Wer hat diese illegalen Dopingmittel verteilt?“

In einem zweiteiligen Interview mit US-Startalkerin Oprah Winfrey hatte Lance Armstrong in der vergangenen Woche erstmals zugegeben, bei all seinen sieben Tour-de-France-Siegen gedopt gewesen zu sein. Nach einem Enthüllungsbericht der US-Anti-Doping-Agentur USADA waren Armstrong neben seiner lebenslangen Sperre auch alle Tour-Titel aberkannt worden. Auch sein Olympiabronze von Sydney 2000 muss der Amerikaner an das IOC zurückgeben.

SID

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