Iceman: Vettel "ein total netter Junge"

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Verstehen sich gut: Weltmeister Sebastian Vettel (li.) und Kimi Räikkönen.

Köln - "Iceman" Kimi Räikkönen schätzt Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel. Er lobt sowohl seine fahrerischen als auch seine menschlichen Qualitäten.

Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel ist bei einem seiner Vorgänger hochgeschätzt. „Er hat zwei Weltmeistertitel gewonnen, aber verändert hat er sich als Typ nicht“, sagte der Finne Kimi Räikkönen, der 2007 mit Ferrari den Titel gewann und nach einem zweijährigen Gastspiel in der Rallye-WM in dieser Saison wieder in der Formel 1 dabei ist, im Gespräch mit Sport Bild: „Sebastian ist ein toller Rennfahrer geworden, aber ein total netter Junge geblieben.“

Sein Verhältnis zu Rekord-Weltmeister Michael Schumacher scheint da ein wenig distanzierter zu sein. „Er macht seine Dinge, ich meine. Das war's“, sagte Räikkönen. Auf die Frage, warum Schumacher nach seinem Comeback länger brauchte, um sich im Auto wohlzufühlen, sagte der frühere McLaren-Pilot mit einem Seitenhieb auf Mercedes: „Das hängt einfach nur damit zusammen, ob du ein gutes oder schlechtes Auto hast. Ein schnelles Auto, wie ich es habe, macht das Leben sehr viel leichter. Da hatte er nicht so viel Glück.“

Räikkönen konnte nach zweijähriger Abwesenheit mit seinem Lotus auf Anhieb wieder mit der Spitze mithalten. In Australien belegte er Platz sieben, in Malaysia wurde er Fünfter. „Das Auto ist gut, ob es gut genug ist für Siege, weiß ich nicht“, sagte er: „Zumindest sind wir nicht weit entfernt von der Spitze.“ Es habe sich ja auch nichts verändert: „Wir sind alle ein bisschen älter geworden, aber die Autos sind immer noch dieselben. Und auch die Reifen sind in diesem Jahr nicht so anders als 2009, als ich das letzte Mal fuhr.“

Dass er in der Rallye-WM nicht an seine Erfolge in der Formel 1 anknüpfen konnte, führt Räikkönen auf seine Persönlichkeit zurück: „Ich war es einfach nicht gewohnt, auf jemand anderen zu hören. Aber genau dieses Vertrauen in die Ansagen des Co-Piloten macht in der Rallye den Unterschied.“

SID

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