IAAF: Blutanomalien bei 17 Leichtathleten

Monaco - Eine Woche nach den positiven Nachtests von Proben der WM 2005 in Helsinki droht der Leichtathletik der nächste große Skandal.

Bei gleich 17 Athleten hat der Weltverband IAAF Unregelmäßigkeiten im 2009 eingeführten biologischen Blutpass festgestellt. Das teilte Thomas Capdevielle von der Anti-Doping-Abteilung der IAAF am Mittwoch mit. In zwei Fällen seien zudem anabole Steroide nachgewiesen worden.

Gleichzeitig hat die IAAF bei der US-Anti-Doping-Behörde USADA Tests von kenianischen Athleten, die bei den Olympiatrials in Eugene im vergangenen Sommer gestartet waren, angefordert. Erst im Februar hatte der kenianische Leichtathletik-Verband drei seiner Marathonläufer mit Dopingsperren belegt.

Am vergangenen Freitag hatte die IAAF bekannt gegeben, dass bei Nachtests von Proben der WM in Helsinki sechs positive Fälle entdeckt wurden. Darunter befinden sich drei Goldmedaillengewinner: Hammerwerferin Olga Kusenkowa (Russland), Kugelstoßerin Nadeschda Ostaptschuk und Hammerwerfer Iwan Tichon (beide Weißrussland). Dazu kommen die WM-Zweiten Wadim Dewjatowski (Weißrussland/Hammer) und Tatjana Kotowa (Russland/Weit) sowie der Kugel-Sechste Andrej Michnewitsch (Weißrussland). Die IAAF wird nach Abschluss der Untersuchungen über mögliche Sperren entscheiden.

sid

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Rubriklistenbild: © dpa

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