Liekefett: "Bleibe zuversichtlich"

HSV reicht Lizenz-Beschwerde ein

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Holger Liekefett will den Inhalt des Briefes nicht verraten.

Hamburg - Der finanziell schwer angeschlagene Champions-League-Sieger HSV Hamburg hat offiziell Beschwerde gegen die Lizenzverweigerung eingereicht.

Die entsprechenden Unterlagen sind am Mittwochabend per Fax und E-Mail bei der Handball-Bundesliga (HBL) eingegangen.

„Wir haben den Brief eingereicht. Diesen möchte ich inhaltlich nicht kommentieren“, sagte HSV-Geschäftsführer Holger Liekefett der Bild-Zeitung: „Aber ich bleibe zuversichtlich. Wir sind im engen Kontakt mit der HBL.“

Die Hamburger müssen erklären, wie die drohende Insolvenz abgewendet werden kann und wie die neue Saison finanziert werden soll. Allein im Etat der aktuellen Spielzeit fehlen rund 2,7 Millionen Euro.

Die neuen Unterlagen werden zunächst drei unabhängigen Wirtschaftsprüfern vorgelegt. In der kommenden Woche entscheidet dann das siebenköpfige HBL-Präsidium, ob der HSV doch noch eine Lizenz für die Spielzeit 2014/15 erhält. Sollte der deutsche Meister von 2011 auch in zweiter Instanz scheitern, bliebe dem Klub der Gang vor das HBL-Schiedsgericht. Eine endgültige Entscheidung würde dann bis zum 30. Juni fallen.

„Die Beschwerde wird von uns geprüft und weitergeleitet“, sagte der für die Lizenzen zuständige HBL-Geschäftsführer Holger Kaiser: „Das HBL-Präsidium muss entscheiden.“ Sollte der HSV, der am letzten Spieltag am Samstag (16.00 Uhr) den TV Emsdetten empfängt, die Lizenz nicht mehr bekommen, würde das sportlich abgestiegene HBW Balingen-Weilstetten als Tabellen-16. in der Liga bleiben.

sid

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