Höfl-Riesch will mit Kritikern abrechnen

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Maria Höfl-Riesch will ihr zweites Buch schreiben. 

München - Doppel-Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch will ihre Karriere schriftlich aufarbeiten. In ihrem zweiten Buch möchte sie sich ihre Kritiker vorknüpfen.

„Ich möchte mal meine Meinung sagen und dabei auch einiges klarstellen. Es sind ja Behauptungen aufgetaucht, die waren schon bösartig“, sagte die Partenkirchnerin im Gespräch mit der Bild-Zeitung über ihre Beweggründe für den zweiten Ausflug ins Literarische. Die 27-Jährige hatte bereits 2008, damals noch unter dem Autorennamen Maria Riesch, das Buch „Abgefahren“ veröffentlicht.

„Es ist so viel passiert in den letzten Monaten und Jahren, es gab große Erfolge, aber auch eine Menge Ärgernisse, da habe ich im Winter beschlossen, ein Buch zu schreiben“, sagte Höfl-Riesch. Sie wolle unter anderem mit der Behauptung aufräumen, dass sie von ihrem Ehemann und Manager Marcus Höfl, mit dem sie seit knapp einem Jahr verheiratet ist, „fremdgesteuert“ sei. Das sei „der größte Schmarrn“, meinte Höfl-Riesch dazu. Für die Kritik machte sie eine „Mischung aus Neid und der Angst vor zu großen Veränderungen“ verantwortlich.

Nach dem Gewinn des Gesamtweltcups im Winter 2010/11 erlebte Höfl-Riesch in den vergangenen Monaten eine wechselhafte Saison. Neun Podestfahrten, darunter drei Siege, standen neun Ausfälle gegenüber. In der Gesamtwertung reichte das „nur“ für Platz drei. Außerdem gab es Diskussionen über ihr stark reduziertes Gewicht und über die Rolle Höfls, der seine Frau meist zu den Weltcup-Rennen begleitete.

„Ich glaube, viele würden im Skisport am liebsten alles so lassen, wie es ist. Doch unser Sport verdient einfach mehr Aufmerksamkeit“, sagte Höfl-Riesch über die Kritik. Berichten, wonach es im Verhältnis zum Deutschen Skiverband zuletzt immer wieder geknirscht habe, hielt sie entgegen: „Was das Sportliche angeht, überhaupt nicht. Da läuft alles optimal. Allerdings habe ich manchmal das Gefühl, dass es Leute gibt, die es nicht gerne sehen, wenn ich auch mal in Lifestyle-Magazinen mit Fotos auftauche. Die sagen dann: 'Die soll sich gefälligst nur auf den Sport konzentrieren!' Dabei mache ich das nicht nur für mich.“

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