Heim-Weltcup

Geschwächte Riesch nicht in Top Ten

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Maria Höfl-Riesch hat eine Top-Platzierung beim Heim-Weltcup in Garmisch-Partenkirchen verpasst.

Garmisch-Partenkirchen - Die grippegeschwächte Maria Höfl-Riesch hat zum Auftakt des Heim-Weltcups in Garmisch-Partenkirchen eine Top-Platzierung verpasst.

Maria Höfl-Riesch freute sich über einen traumhaften Tag, doch das bezog sie ausschließlich auf die Piste und den Sonnenschein. Denn nach dem ersten von drei Weltcup-Rennen in Garmisch-Partenkirchen blieb der Lokalmatadorin ansonsten nur übrig, die überraschende Siegerin Tina Weihrather aus Liechtenstein herzhaft zu umarmen. Nach dem Super-G am Freitag folgen freilich am Samstag und Sonntag auf der Kandahar eine Abfahrt und ein weiterer Super-G, und Höfl-Riesch hat sich dafür einiges vorgenommen: „In Garmisch zum 25. Mal ganz oben zu stehen, das wäre ein Traum.“

Ihrem 25. Sieg im Weltcup fuhr Höfl-Riesch am Freitag zunächst hinterher. Sie belegte Rang elf, 0,93 Sekunden hinter Weihrather, die mit einem Vorsprung von 0,12 Sekunden vor den zeitgleichen Tina Maze (Slowenien) und Julia Mancuso (USA) gewann. Viktoria Rebensburg (Kreuth/+0,80 Sekunden) lag unmittelbar vor Höfl-Riesch Rang zehn. Die beiden Deutschen klagten nach ihren Fahrten jeweils über Fehler im technisch schwierigen Streckenabschnitt „Hölle“. Veronique Hronek (Unterwössen) und Lena Dürr (Germering) belegten bei hervorragenden Bedingungen die Ränge 23 und 32.

Höfl-Riesch hatte seit Mittwoch mit einem Magen- und Darmvirus zu kämpfen gehabt, betonte aber, dies habe „keine Rolle“ mehr gespielt. „Es hat mich extrem niedergestreckt, aber davon habe ich im Rennen nichts mehr gemerkt. Dort, wo ich die Zeit verloren haben, habe ich einen Fehler gemacht“, sagte sie und ergänzte: „Ich hoffe, schon in der Abfahrt ein Wörtchen um den Sieg, zumindest ums Podest mitreden zu können.“ Außer der Jagd nach dem Jubiläumssieg bleibt Höfl-Riesch in dieser Saison im Weltcup nichts mehr übrig: Die Kristallkugeln für die Gesamtwertungen werden andere gewinnen.

Nicht nur Höfl-Riesch war „überrascht“ von Weihrather, die bislang fünfmal bei einem Weltcup-Rennen auf dem Podest gestanden hatte. Auch die populären Eltern der 23-jährigen Liechtensteinerin zeigten sich überwältigt. „Traumhaft“, sagte Hanni Wenzel, Doppel-Olympiasiegerin von 1980. Sie überreichte der Tochter bei der Siegerehrung selbst den Blumenstrauß, Vater Harti Weihrather, Abfahrtsweltmeister von 1982, sah zu und schüttelte lachend den Kopf. „Das ist traumhaft“, sagte auch die Tochter und ergänzte: „Ich fühle mich wie nie zuvor.“ Ihr Sieg war der 61. für Liechtenstein, der erste seit dem Super-G-Erfolg von Marco Büchel 2008 in Kitzbühel.

Die knapp geschlagene Maze stellte mit ihrer 19. Platzierung auf dem Siegertreppchen einen neuen Rekord auf. Die bisherige Bestmarke hatte sie gemeinsam mit ausgerechnet Hanni Wenzel (1979/80) und Pernilla Wiberg aus Schweden (1996/97) gehalten. Die Slowenin hat auch beste Chancen, nach dem Riesenslalom- und dem Gesamtweltcup auch den Super-G-Weltcup vorzeitig zu gewinnen - ihr Vorsprung auf Mancuso beträgt 65 Punkte. Schon am Sonntag, im vorletzten Super-G der Saison, kann sie ihre vierte Kugel holen, und Maze kündigte an: „Ich werde alle Chancen wahrnehmen, die ich bekomme.“

sid

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