Riesenslalom am Donnerstag

Maria und Vicky: Rosige Aussichten am Valentinstag

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Maria Höfl-Riesch und Viktoria Rebensburg (r.).

Schladming - Auch wenn sie lieber tiefstapeln: Viktoria Rebensburg und Maria Höfl-Riesch haben am Donnerstag bei der Entscheidung im Riesenslalom Medaillenchancen.

Maria Höfl-Riesch ist wieder Single - und das ausgerechnet am 14. Februar. Am Valentinstag, dem Tag der Liebenden. „Die 14“, sagt Maria Höfl-Riesch, „ist eigentlich meine Glückszahl.“ Und jetzt? Steht sie alleine da - also auf der Piste. Zwei Tage nach dem Mannschaftswettbewerb, in dem Maria Höfl-Riesch mit Bronze ihre dritte Medaille bei der WM in Schladming gewonnen hat, muss sie beim Riesenslalom wieder alleine ran. Und die Aussichten sind rosig.

Mit Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg, Lena Dürr und Veronique Hronek bildet Höfl-Riesch immerhin eine Mannschaft, die nicht nur Alpindirektor Wolfgang Maier „sehr optimistisch“ auf das Rennen am Donnerstag (10.00/13.30 Uhr, ZDF und Eurosport) blicken lässt. Das Team-Erlebnis am Dienstag, der gemeinsame Abend im deutschen Haus, Bronze - das hat Höfl-Riesch den letzten Schub geben. „Mehr Schwung als durch eine zusätzliche Medaille gibt“s nicht„, sagt sie.

Der Valentinstag, meint Maria Höfl-Riesch, die übrigens an einem 14. (April 2011) ihren Mann Marcus ehelichte, `wäre eigentlich ein schöner Tag, um Erfolg zu haben.“ Außerdem sei sie „gut drauf“, die Bedingungen auf der „Planai“, wo auch der Team-Event gefahren wurde, „liegen mir“, und: „Ich bin keine Favoritin und kann da voll locker drauflosfahren.“

Der letzte Satz ist ein bisschen geflunkert. Der „Riesen“ war jahrelang ihre Problemdisziplin, es ist die einzige, in der ihr ein Weltcup-Sieg fehlt, die einzige, in der sie noch keine WM-Medaille gewonnen hat. Doch zuletzt war sie zwei Mal Vierte im Weltcup und nirgendwo so konstant. „Ich bin gut drauf im Riesen“, gibt sie zu, „es wird schwierig und spektakulär, aber nichts ist unmöglich.“

Wie Höfl-Riesch versuchte zuletzt auch Viktoria Rebensburg, die Erwartungshaltung etwas zu dämpfen. Wenn die Mitfavoritin über ihre Aussichten redet, vergräbt sie die Hände noch ein wenig tiefer in ihrer Jeans als sonst und kramt nach den immer gleichen Sätzen. Eine Medaille sei das Ziel „von jedem Athleten“, klar. Aber es muss halt alles passen. Die Konkurrenz ist stark, bei einer WM passiert immer etwas Unvorhergesehenes: „Am Ende werde ich sehen, was rauskommt.“

Top-Favoritin sei ohnehin Tina Maze. Die Super-G-Weltmeisterin und Zweite in der Super-Kombination stand in allen sieben Rennen in diesem Winter auf dem „Stockerl“, gewann vier Mal. Rebensburg fuhr einen Sieg und je einen zweiten und dritten Platz ein. Im März 2012 gewann sie den Weltcup-Riesenslalom in Schladming, „aber da war ja schon Frühling“, sagt sie. Die Schnee- und Pistenverhältnisse, soll das heißen, sind mit denen im Februar 2013 nicht vergleichbar.

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Eisig ist es geworden auf der Planai, ideale Bedingungen für eine wie Kathrin Hölzl, die 28-Jährige wurde 2009 in Val d'Isere bei sehr ähnlichen Verhältnissen Weltmeisterin. In Schladming ist Hölzl wegen ihrer hartnäckigen gesundheitlichen Probleme nur als Fan. „Ja, mei, da wäre ich natürlich gerne dabei gewesen“, sagt sie. So aber ruhen die Hoffnungen vor allem auf Rebensburg. Die hat zuletzt vor allem im Materialbereich gearbeitet, gerade auf eisiger Piste hatte sie im Weltcup Probleme mit der Abstimmung.

Nach dem achten Platz zum WM-Auftakt im Super-G fuhr Rebensburg nach Hause nach Kreuth am Tegernsee, genoss drei Tage „das Leben daheim“, wie sie erzählt. Abstand gewinnen, Freunde treffen, ins Kino gehen. Die Komödie „Kokowääh 2“ hat sie gesehen, „war echt lustig“. Jetzt, meint die 23-Jährige, „bin ich wieder da - und voll drinnen. Ich will angreifen und Gas geben, mich g“scheit reinhauen. „ Für ihre Verhältnisse ist das fast schon eine Kampfansage.

sid

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