Mission Olympia hat begonnen

Ankunft in Sotschi: Höfl-Riesch mit Gold-Traum

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Skirennläuferin Viktoria Rebensburg (l-r), die Shorttracker Robert Seifert und Anna Seidel sowie Maria Höfl-Riesch blicken am 04.02.2014 auf dem Flughafen von Frankfurt am Main (Hessen) vor dem Abflug nach Sotschi bei einm Fototermin in die Runde.

Frankfurt/Main - Das deutsche Olympiateam ist am Dienstagnachmittag um 16.41 Uhr Ortszeit in Sotschi gelandet.

Bestens gelaunt stieg Goldhoffnung Maria Höfl-Riesch nach dreieinhalbstündiger Reise aus dem Flieger und begann ihre Olympia-Mission in Sotschi mit einem Lächeln auf den Lippen. „Ich habe schon Olympiasiege und bin daher ganz locker. Man kann eh nichts erzwingen. Ich habe nichts zu verteidigen“, sagte Skirennläuferin Riesch - wohl wissend, dass Triumphe bei Winterspielen ihren besonderen Reiz haben: „Das sind Siege für die Ewigkeit.“

Um 9.38 Uhr Ortszeit am Dienstagmorgen hatte für 30 Athleten sowie 50 Offizielle und Betreuer das Abenteuer Sotschi beim Ablegen von Gate 24 des Frankfurter Airports begonnen. Ein paar Minuten früher als geplant, weshalb die Biathlon-Staffel um Arnd Peiffer noch einmal ausgerufen und schnellstmöglich zum Flugsteig gebeten worden waren.

Unmittelbar vor dem Abflug von LH 1474 herrschte „gespannte Vorfreude“, wie es DOSB-Generaldirektor und Chef de Mission Michael Vesper treffend formulierte. Riesenslalom-Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg knabberte inmitten der 70 Journalisten und zwölf Kamerateams genüsslich an einem Obstspieß, während der erst 15 Jahre alten Anna Seidel (Shorttrack) die Nervosität vor ihren ersten Olympischen Spielen anzumerken war. „Ich habe auch noch Flugangst und brauche jemanden neben mir, dem ich die Hand drücken kann“, sagte die Zweitjüngste im DOSB-Aufgebot.

Zu allem Überfluss musste Seidel im Flieger auf ihr Glücksschwein verzichten: „Das ist mit einem Teil meines Gepäcks schon in Sotschi. Aber ich habe andere Stofftiere dabei, die mir Freundinnen geschenkt haben.“

Beim offiziellen Gruppenfoto stand Teenie Seidel direkt neben Doppel-Olympiasiegerin Höfl-Riesch. Und die Schülerin mit der Zahnspange blickte ehrfürchtig zum Ski-Star aus Partenkirchen auf.

Biathletin Andrea Henkel gab sich vor ihrer letzten Olympia-Teilnahme angriffslustig. „Ich möchte mit einer Medaille zurückkommen“, sagte die 36-Jährige, die als heiße Fahnenträger-Kandidatin für die Eröffnungsfeier gilt. Vesper unterstrich derweil zum x-ten Mal, dass die deutsche Mannschaft das „Ergebnis von Vancouver erreichen“ wolle. Vor vier Jahren gab es in Kanada 30-mal Edelmetall (zehnmal Gold) für die DOSB-Starter.

Hoffnungsträgerin Höfl-Riesch wird bei Olympia in fünf Disziplinen an den Start gehen. Als Glücksbringer soll ihr neben ihrem Mann Marcus ein Helm mit einem besonderen Design dienen. Zurückhaltend zeigte sich Höfl-Riesch beim Thema Sicherheit. „Man wird ständig darauf angesprochen. Vielleicht stimmt ja nicht alles. Jetzt fahren wir selbst hin und können uns vor Ort ein Bild machen“, sagte die 29-Jährige. Ebenso gelassen blieb die Thüringerin Henkel: „Wir haben alle eine friedliche Mission.“

Auch Vesper zeigte sich trotz der Negativ-Schlagzeilen aus Sotschi guten Mutes. „Wir haben die Diskussion verfolgt und mitgeführt, wir haben sie mit im Gepäck. Aber jetzt steht erst einmal der Sport im Vordergrund“, sagte Vesper, der in Sotschi zum dritten Mal Chef de Mission der deutschen Olympia-Mannschaft sein wird.

sid

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