Duell in Vonns "Wohnzimmer"

Höfl-Riesch glaubt an ihre Chance in "Lake Lindsey"

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Maria Höfl-Riesch signiert in Lake Louise Skihelme ihrer Fans.

Lake Louise - Im kanadischen Lake Louise ist Lindsey Vonn kaum zu schlagen - gute Trainingsleistungen stärken aber das Selbstvertrauen von Maria Höfl-Riesch.

Vor den ersten Abfahrtsläufen im alpinen Ski-Weltcup hinterlässt Doppel-Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch einen guten Eindruck auf der Piste - und ist zuversichtlich für die Rennen im kanadischen Lake Louise. „Die letzten Jahre war es oft so, dass ich mich da immer sehr langsam rantasten musste. Für das Rennen ist es gut, wenn man sich nicht rantasten muss, sondern die gute Linie gleich findet. Das ist mir größtenteils gelungen, aber es gibt noch Reserven“, sagte Höfl-Riesch nach Rang zwei und drei in den ersten beiden Trainingsläufen. Bei der Generalprobe begnügte sie sich am Donnerstagabend mit Platz sechs.

Am Freitag und Samstag (jeweils 20.30 Uhr) bei den Abfahrten und am Sonntag (19.00 Uhr) im Super-G versucht die 28-Jährige, die Vorherrschaft von Gesamtweltcupsiegerin Lindsey Vonn in den schnellen Rennen zu brechen. „Es ist oft genug kaum möglich zu gewinnen, weil die Lindsey in den Speed-Disziplinen so dominant ist. Aber naja, ab und zu gelingt's mir doch“, meinte Höfl-Riesch und erinnert an den Dezember 2010 in Kanada. „Vor zwei Jahren hab' ich sie sogar in beiden Abfahrten schlagen können, ganz knapp.“

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Das allerdings waren die einzigen beiden Niederlagen, die Vonn in den kanadischen Rockys in den vergangenen sechs Jahren bei einer Abfahrt einstecken musste. Mit neun Triumphen bei Schussfahrten in „Lake Lindsey“ ist sie Rekordsiegerin, war seit 2004 nie schlechter als Rang fünf und gewann sieben der vergangenen neun Rennen. Dazu kommen zwei Siege im Super-G. Nach Rang eins im ersten Training landete sie am Mittwochabend auf Platz neun, ließ das Abschlusstraining aber aus.

Neben Höfl-Riesch versuchen Veronique Hronek, Viktoria Rebensburg, Gina Stechert und Weltcupneuling Michaela Wenig ihr Glück. „Für die Technikerinnen, die in Aspen am Start waren, ist es wichtig, in den drei Trainings Fahrt aufzunehmen und sich mit den langen Ski wieder vertraut zu machen“, betonte Bundestrainer Thomas Stauffer. Für Höfl-Riesch kein Problem. „Ich bin durch und durch Allrounderin. Das ist das, was mir so viel Spaß macht, dass ich eben immer wieder von Disziplin zu Disziplin wechseln kann. Wenn es in einer mal nicht so läuft, geht es in der nächsten weiter“, meinte sie.

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Bei seiner erfolgreichsten Athletin rechnet Stauffer daher auch mit einem Ausrufezeichen. „Maria Höfl-Riesch freut sich auf die Rennen und hat in den vergangenen Jahren gezeigt, dass ihr die Strecke in Lake Louise liegt. Maria kann in beiden Disziplinen auf das Podest fahren.“ Chancen auf ein erfolgreiches Wochenende sieht der Bundestrainer auch bei Viktoria Rebensburg. Die habe „im letzten Jahr mit ihren zwei vierten Plätzen bewiesen, dass sie in Lake Louise Top-Resultate erreichen kann“.

Von Maximilian Haupt

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