Hockey-EM: Deutschland gegen Niederlande im Finale

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Der Deutsche Oskar Deecke (r) jubelt nach dem 2. Tor für Deutschland mit Christopher Wesley und Moritz Fürste.

Mönchengladbach - Deutschlands Hockey-Herren haben dem Dauerregen und einer einstündigen Unterbrechung getrotzt und sind ins Endspiel der Europameisterschaft eingezogen. Im Finale warten die Niederlande.

Der Gastgeber setzte sich am Freitagabend in Mönchengladbach durch Tore von Philipp Zeller (16. Minute), Oskar Deecke (61.) und Oliver Korn (68.) mit 3:0 (1:0) gegen Titelverteidiger England durch und trifft im Finale am Sonntag auf die Niederlande. Das Oranje-Team war im ersten Halbfinale 4:2 (2:2) über Belgien siegreich geblieben. Da England als Olympia-Gastgeber gesetzt ist und bei der EM drei Tickets für Herren-Teams nach London vergeben werden, sind alle vier Halbfinalisten bei den Olympischen Spielen 2012 dabei.

Vor 8000 Zuschauern, die trotz des verregneten Freitags in den Hockeypark gekommen waren, begannen die Deutschen wildentschlossen wie in ihren vorherigen drei gewonnenen Partien. Die Briten sahen sich in die Defensive zurückgedrängt und kamen vor der Pause nur zu wenig erfolgversprechenden Angriffen. Auf der anderen Seite blieb zwar die erste Strafecke ungenutzt, doch kurz darauf war es der glänzend freigespielte Zeller, der mit seinem Schuss ins lange Eck Erfolg hatte. Allerdings sah Keeper James Fair dabei nicht gut aus.

In der mit hohem Tempo gespielten Begegnung schenkten sich beide Teams bei stärker werdenden Niederschlägen auch nach der Pause nichts. Der Olympia-Gastgeber kam nun auf, scheiterte aber mit seiner ersten Strafecke am glänzend reagierenden Max Weinhold (39.). Auf der anderen Seite brachte auch die zweite deutsche Kurze Ecke nichts ein. Danach ging vorerst nichts mehr. Als der Niederschlag noch stärker wurde, unterbrachen die beiden Referees die Partie zunächst.

Der Platz wurde in den folgenden 60 Minuten wie einst bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1974 zwischen Deutschland und Polen in Frankfurt von den Regenmassen befreit. Obwohl der Wettergott kein Hockey-Freund zu sein schien und das feuchte Nass sich nach kurzen Pausen weiter über Mönchengladbach ergoss, wurde um Punkt 23.10 Uhr beschlossen, die Entscheidung doch noch an diesem Abend zu suchen.

In den verbleibenden 23 Minuten und 11 Sekunden vergaben die Gäste zwei weitere Strafecken. Neun Minuten vor Schluss war es dann Deecke in seinem 100. Länderspiel, der für die Vorentscheidung sorgte. Korn machte die Revanche für das 3:5 im EM-Finale 2009 endgültig perfekt.

dpa

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