Hirscher siegt auch in Adelboden

Hirscher siegt erneut - Dopfer: Aus mit Bestzeit

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Fritz Dopfer

Adelboden - Auch wenn es ein schwacher Trost ist: Die Geschwindigkeit stimmt bei Fritz Dopfer. Beim Riesenslalom in Adelboden war der 23-Jährige mit Bestzeit unterwegs, als ihn ein Fahrfehler um den Lohn im ersten Durchgang brachte.

Marcel Hirscher aus Österreich ist im alpinen Ski-Weltcup der Mann der Stunde. Nur zwei Tage nach seinem Sieg beim Slalom im kroatischen Zagreb vor Felix Neureuther aus Partenkirchen gewann der 22-Jährige auch den Riesenslalom-Klassiker in Adelboden in der Schweiz. Mit seinem siebten Weltcupsieg und dem dritten in diesem Winter behauptete Hirscher seine Führung im Gesamtweltcup. „Es ist echt super. Es funktioniert derzeit echt sehr gut. Ich habe eine extreme Freude beim Rennfahren“, sagte er.

Auf dem legendären, extrem anspruchsvollen Chuenisbärgli rettete Hirscher am Ende einen Vorsprung von 0,08 Sekunden vor seinem Landsmann Benjamin Raich. „Ich habe es selbst nicht glauben wollen, ich hab mich auf der Anzeigentafel selbst nicht gefunden. Ich hab gewusst, dass der Benni führt“, sagte der Sieger außer Atem. Der 34 Jahre alte Raich meldete sich damit nach seinem Kreuzbandriss bei der WM 2011 in Garmisch-Partenkirchen eindrucksvoll in der Weltelite zurück. Rang drei belegte der Italiener Massimiliano Blardone (0,10 Sekunden zurück).

Fritz Dopfer (Garmisch) verfehlte eine weitere Spitzenplatzierung im ersten Lauf. Nach einer hervorragenden Fahrt und einer überraschenden Zwischenbestzeit stürzte der 24-Jährige im steilen Zielhang am vorletzten Tor und schied aus. „Das ist bitter, aber es war ganz klar ein Fahrfehler“, sagte Dopfer, der in den vier vorangegangenen Riesenslaloms der Saison mit den Rängen 13, 3, 7 und 7 überzeugt hatte. Bereits beim Slalom in Zagreb war Dorfer nach hervorragender Leistung und ebenfalls Zwischenbestzeit ausgeschieden - die Form aber stimmt.

Ein deutscher Läufer kam damit in Adelboden nicht in die Wertung. Felix Neureuther hatte zur Schonung seines lädiertes Knie sicherheitshalber auf einen Start verzichtet, um sich auf den Slalom am Sonntag zu konzentrieren. Stephan Luitz aus Bolsterlang im Allgäu schied ebenfalls im ersten Lauf aus.

SID

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