Hammerwerfen

Heidler und Deyhle starten Doping-Anklage

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Betty Heidler

London - Betty Heidler und ihr Trainer Michael Deyhle haben vor der Hammerwurf-Qualifikation den Rivalinnen Manipulation mit verbotenen Substanzen vorgeworfen.

Die Anschuldigungen richten sich vor allem gegen die nach einer Dopingsperre 2011 zurückgekehrte russische Weltmeisterin Tatjana Lysenko und Peking-Olympiasiegerin Oxana Menkowa. Die Weißrussin führt mit 78,60 m die Weltrangliste 2012 an, Lysenko liegt als Zweite mit 78,51 m ebenfalls noch vor Heidler (78,07), die vor ihrem WM-Silber 2011 mit 79,42 m Weltrekord geworfen hatte.

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Deyhle sagt: "Professor Werner Franke hat bereits dargelegt, wie das funktioniert: Die Athletinnen nehmen einen Blocker, der die Anabolika-Einnahme verschleiert. Er sorgt dafür, dass die Steroide bei einer Dopingkontrolle wie eine körpereigene Substanz erscheinen. " Deyhle schränkt ein: "Die verbotenen Mittel fallen höchstens dann auf, wenn der Test in weniger als zwei Stunden nach dem Wettkampf durchgeführt wird. Und dies wissen sie durch kleine Tricks hinauszuzögern."

Lysenko war 2007 der Weltrekord (78,61) aberkannt worden, nachdem sie positiv auf den sogenannten Aromatase-Hemmer 6-Alpha-Methyl-Androstendion getestet und zwei Jahre gesperrt worden war.

SID

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