Handball: Schwalb hofft auf Bayern-Einstieg

Martin Schwalb hat mit dem HSV die Deutsche Meisterschaft 2011 gewonnen. Er hofft auf einen Einstieg des FC Bayerns beim Handball.

München - Präsident und Handball-Legende Martin Schwalb von Handball-Meister HSV Hamburg würde einen Einstieg von Fußball-Rekordchampion Bayern München in den Handball begrüßen.

„Darüber würden wir uns sehr freuen. Der FC Bayern ist eine tolle Adresse. Ich bin mir sicher, dass Handball ins Portfolio des FC Bayern gut passen würde“, sagte Schwalb am Montag in München.

Der FC Bayern engagiert sich bereits verstärkt im Basketball und ist mit seiner Mannschaft in der vergangenen Saison in die Bundesliga aufgestiegen. Das Handball-Team der Bayern, in den 1950er Jahren noch erstklassig, spielt derzeit nur in der Bezirksliga, der achthöchsten Liga. Eine Ausweitung des finanziellen Engagements in diesem Bereich ist aktuell nicht geplant.

Ähnlich wie Schwalb hatte sich zuvor auch schon Christian Zeitz vom THW Kiel geäußert. „Ich hoffe, dass sie sich beim FC Bayern zusammensetzen und im Handball ein Projekt starten. Der HSV hat es vorgemacht, vielleicht macht es Bayern München nach“, sagte der Nationalspieler.

Schwalb glaubt allgemein, dass es für den Handball gut wäre, „das Bundesland Bayern noch mehr zu erschließen“. Bislang spielt mit dem TV Großwallstadt nur ein bayerischer Verein in der Bundesliga. Der Supercup zwischen Hamburg und Pokalsieger THW Kiel in der Olympiahalle in München am Dienstag (20.15 Uhr/Sport1) kommender Woche ist der einzige Höhepunkt des Jahres für das Handball-Publikum in der bayerischen Landeshauptstadt.

„Gegen Kiel wird es ganz schwer, aber zuletzt haben wir besser und besser gespielt. Meine Spieler freuen sich auf dieses Duell“, sagte Trainer Per Carlen vor seinem Pflichtspieldebüt mit dem HSV. Die Begegnung ist die erste große Nagelprobe für beide Teams vor dem Saisonstart in der Bundesliga. „Es ist eine Ehre, sich für den Supercup zu qualifizieren. Der Sieg im letzten Jahr hat uns einen guten Schub gegeben für die Saison“, sagte Schwalb.

Für weitere Brisanz sorgt neben der großen Rivalität der beiden Klubs vor allem die Tatsache, dass der HSV das „Titel-Abonnement“ des THW nach sechs Meisterschaften in Folge beendete. „Die Kieler haben schon ein Problem damit, den Satz zu formulieren, gegen den deutschen Meister zu spielen“, sagte der frühere Star-Handballer Stefan Kretzschmar. Doch Nationalspieler Dominik Klein machte den eigenen Fans Hoffnung: „Die Mannschaft jetzt ist schon das Nonplusultra. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir ganz oben stehen werden.“

Tickets für den Supercup in der Olympiahalle gibt es noch genügend: Von den 11.000 Karten für das Spiel in der Handball-Diaspora sind bislang nur 7500 verkauft. Immerhin schon jetzt eine Steigerung zum Vorjahr.

SID

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