Handball: Premieren-Niederlage für Bundestrainer Heuberger

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Ein missglücktes Debüt für Neu-Bundestrainer Martin Heuberger. Mit 26:29 verlor man knapp gegen Dänemark.

Berlin - Erstes Spiel, erste Niederlage. Das war ein missglücktes Debüt für den neuen Handball-Bundestrainer Martin Heuberger. Doch im Spiel gegen Dänemark war nicht alles schlecht.

Missglücktes Debüt für den neuen Handball-Bundestrainer Martin Heuberger: Der Nachfolger von Weltmeister-Coach Heiner Brand hat in seinem ersten Spiel als Cheftrainer der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) am Donnerstag in Berlin eine Niederlage einstecken müssen. Trotz eines starken Beginns unterlag das DHB-Team im Auftaktspiel des Supercup gegen Dänemark mit 26:29 (14:13). Beste Werfer auf beiden Seiten waren Patrick Groetzki und der Hamburg-Legionär Hans Lindberg mit jeweils sechs Treffern.

“Mit der ersten Viertelstunde bin ich sehr zufrieden“, sagte Heuberger. “Danach haben wir jedoch vergessen, unser Tempospiel umzusetzen. Die Mannschaft hat aufopferungsvoll gekämpft, aber wir haben zu viele einfache Tore kassiert.“ Für Rückraumspieler Holger Glandorf spielt das Ergebnis beim “Neustart“ mit Heuberger ohnehin eine untergeordnete Rolle: “Ob wir jetzt mit zwei oder drei Toren verlieren, ist mir egal. Viel wichtiger ist zu sehen, wo wir stehen und wo wir uns verbessern müssen.“

Offensive Abwehr-Variante überrascht Dänemark

Zunächst ohne den am Mittwoch noch leicht angeschlagenen Kapitän Pascal Hens startete die deutsche Mannschaft mit einer Neuerung in die Partie. Unter den Augen von Brand und der deutschen Handball-Legende Joachim Deckarm testete Heuberger in der Anfangsphase eine von ihm angekündigte offensivere Abwehr-Variante - und das mit Erfolg. Mit dem vorgezogenen Dominik Klein übte die DHB-Auswahl viel Druck auf die Angriffsbemühungen des Vizeweltmeisters aus, der in der Anfangsphase keine Linie in sein Spiel bekam. Bis zur 12. Minute baute die DHB-Auswahl ihre Führung auf 9:5 aus. Über ihren immer stärker werdenden Torhüter Sören Rasmussen fanden die Gäste aber besser ins Spiel und verkürzten zur Halbzeit auf 13:14. Auch, weil Heuberger häufig die Formation wechselte.

Dänemark kam mit viel Energie aus der Kabine und stellte die deutsche Abwehr vor immer größere Probleme. Aber dank eines Zwischenspurts mit drei Toren in Folge eroberte Deutschland bis zur 44. Minute wieder die Führung zurück (20:19). Die Dänen ließen jedoch nicht locker und drehten über den starken Lindberg den Spieß wieder herum. Dem DHB-Team hingegen gelangen in der Offensive nur noch gelegentliche Einzelaktionen, Dänemark spielte in den letzten Minuten seine ganze Routine aus.

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Am Samstag (13.45 Uhr) trifft Deutschland in Hannover auf Schweden, zum Abschluss geht es am Sonntag (15.30 Uhr) in Halle/Westfalen gegen Spanien.

Im zweiten Spiel des Abends besiegte der WM-Dritte Spanien in der Neuauflage des “kleinen“ WM-Finales die Mannschaft Schwedens 25:23 (14:10). Vor 4428 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle waren Jorge Maqueda (5) für Spanien und Fredrik Petersen (6/4) für Schweden die erfolgreichsten Werfer ihrer Teams. Dabei leisteten sich die Schweden einen Fehlstart in die Partie und lagen nach elf Minuten bereits 1:7 zurück. Dennoch gelang dem WM-Vierten in der 42. Minute der Ausgleich. Zum Sieg reichte es letztlich gegen die routiniert auftretenden Iberer dennoch nicht.

dapd

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