THW schreibt Sport-Geschichte

Kiel feiert perfekte Handball-Saison

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Dominik Klein jubelt

Leipzig - Der deutsche Handball-Meister THW Kiel hat die Bundesliga-Saison als erste Mannschaft ohne Punktverlust beendet. Doch das ist längst nicht der einzige Grund, warum die Spielzeit perfekt ist.

Super, THW Kiel! Mit dem Titel-Triple und nun dem Abschluss der Handball-Bundesliga ohne Minuspunkt hat das Ausnahmeteam die Mission “Perfekte Saison“ vollendet. Bejubelt von 10 250 Zuschauern in der heimischen Halle und tausenden Fans auf dem Kieler Rathausplatz, feierten die “Unbesiegbaren“ am Samstag eine 39:29 (18:16)-Torgala gegen den VfL Gummersbach.

Die größten Sensationen der Sportgeschichte

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Durch den 34. Sieg im 34. Liga-Spiel und 68:0 Punkten sowie den Gewinn von Champions League, deutscher Meisterschaft und DHB-Pokal hat der deutsche Rekordmeister Geschichte geschrieben. Saisonübergreifend sind die Kieler seit 41 Bundesliga-Spieltagen ohne Niederlage. “Es ist grandios, wie die Mannschaft über die Saison gearbeitet hat. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl“, bekannte Erfolgstrainer Alfred Gislason und musste zum wiederholten Mal eine Bierdusche über sich ergehen lassen.

Beim Saison-Halali tat sich der THW Kiel gegen Gummersbach eine Halbzeit lang schwer. Doch dank der individuellen Klasse des Teams um den ehemaligen Welthandballer Filip Jicha gelang am Ende ein ungefährdeter Erfolg. “Es ist nie selbstverständlich, zwei Punkte in dieser Liga zu holen“, sagte der Tscheche.

Mannschaftskapitän Marcus Ahlm nahm die silberne Meisterschale aus den Händen von Liga-Präsident Reiner Witte entgegen. Mit den drei Trophäen im Gepäck machte sich das Starensemble inklusive Trainer Gislason im Autokorso auf zum Rathausplatz und startete mit den Fans zusammen in eine lange Feten-Nacht. “Das wird eine Quälerei. Die nächsten Stunden werden für mich noch schwieriger als das Spiel. Ich werde mich sobald wie möglich abseilen“, sagte Party-Muffel Gislason, der den Erfolg mit einer Flasche Rotwein genießen wollte.

Auch die SG Flensburg-Handewitt verabschiedete sich mit einem Sieg aus der Spielzeit. Deutschlands zweitbeste Mannschaft lief gegen HBW Balingen-Weilstetten lange einem Rückstand hinterher, erkämpfte sich aber noch ein 27:25 (12:14). Die Füchse Berlin als Dritter mussten hingegen mit einem 28:28 (17:14) bei MT Melsungen zufrieden sein. Kiel, Flensburg und Berlin spielen in der nächsten Saison in der Champions League.

Vorjahresmeister HSV Hamburg als Vierter kam zu einem 29:28 (16:14)-Erfolg bei Europacupsieger Frisch Auf Göppingen, die Rhein-Neckar Löwen bezwangen Absteiger Bergischer HC mit 30:28 (15:12).

Absteiger aus der Bundesliga sind neben dem Bergischen HC Eintracht Hildesheim und der TV Hüttenberg. Aufsteiger zur kommenden Spielzeit sind GWD Minden, TuSEM Essen und der TV Neuhausen.

dpa

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