Hambüchen sagt für Turn-EM ab

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Fabian Hambüchen

Berlin - Fabian Hambüchen will nicht bei der Turn-EM im Mai in Montpellier an den Start gehen und alles der Vorbereitung auf seine dritten Olympischen Spiele unterordnen.

“Ich will im Training alles investieren, um bei den Olympischen Spielen in London das bestmögliche Ergebnis rauszuholen“, erklärte er am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa seinen Verzicht. Hambüchen betonte, dass er Cheftrainer Andreas Hirsch bereits langfristig unterrichtet habe.

Für den 24-Jährigen soll in diesem Sommer der olympische Gold-Traum wahr werden. 2004 hatte er in Athen den siebten Platz am Reck belegt. Vier Jahre später war er an seinem Paradegerät als großer Favorit angetreten, musste sich aber mit Bronze zufriedengeben.

Die kontinentalen Wettkämpfe vom 23. bis 27. Mai in Frankreich passen nun nicht in den Plan. “Ein Start bei der EM hätte vier Monate Wettkampfphase unter Vollgas bedeutet“, erklärte Vater Wolfgang Hambüchen. Damit habe man vor Peking nicht so gute Erfahrungen gesammelt. “Die dritten Olympischen Spiele sollen für Fabian ein voller Erfolg werden. Dem wird jetzt alles untergeordnet“, betonte Wolfgang Hambüchen.

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Der nationalen Qualifikation für das Highlight im Sommer wird sich Hambüchen freilich stellen müssen. Er wird sowohl bei den deutschen Meisterschaften am 16. und 17. Juni in Düsseldorf antreten als auch am 30. Juni in Frankfurt/Main bei der zweiten Ausscheidung.

Im vergangenen Jahr hatte Hambüchen bei der EM im eigenen Land ebenfalls gefehlt. Der Reck-Weltmeister von 2007 hatte wegen seiner Achillessehnenverletzung passen müssen und war von seinem ärgsten nationalen Rivalen, Philipp Boy aus Cottbus, als Titelträger abgelöst worden.

dpa

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