Hackl: Die Entwicklung geht noch weiter

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Der ehemalige Rodel-Olympiasieger Georg Hackl

München - Die deutsche Rodel-Legende Georg "Schorsch" Hackl blickt in seiner tz-Expertenkolumne auf den Jahresauftakt der Rodler am Königssee:

Mit den ersten drei Weltcups in Innsbruck, Whistler und Calgary bin ich sehr zufrieden. Meine bayerischen Schützlinge haben da sehr gut abgeschnitten. Felix Loch konnte zwei Weltcups gewinnen und wurde bisher nur von Andi Langenhan aus dem eigenen Team geschlagen. Bei den Mädls ist Natalie Geisenberger gut drauf, in Whistler war sie ganz oben auf dem Treppchen. Ich sehe sie in etwa auf einem Level mit Tatjana Hüfner. Die beiden sind bei den Damen sicherlich unsere Aushängeschilder und bestimmen zusammen die Weltspitze. Was die gesamte Mannschaft angeht, sind wir auf einem sehr guten Weg, die Sportler ziehen im Training wirklich gut mit, da macht es mir als Trainer natürlich Spaß, mit ihnen zu arbeiten, wir haben das Ende der Entwicklung noch nicht erreicht. Der nächste Weltcupstopp ist unser Heimspiel am Königssee. Die Bahn war die erste Kunsteisbahn der Welt und weist auf einer Gesamtlänge von 1640 Metern 18 Kurven - davon ein Kreisel (320°-Kurve „Turbodrom“) - auf.

Hier driften die Wintersport-Stars

Hier driften die Wintersport-Stars

Der Heimvorteil, den man auf seiner Heimbahn eigentlich ausnutzen kann, ist in dieser Saison geringer. Im vergangenen Jahr war die Bahn wegen Umbaumaßnahmen lange geschlossen. Somit konnten natürlich nur wenige Trainingsfahrten darauf absolviert werden. Neben einigen Funktionsbauwerken wurde der gesamte Startbereich mit den ersten zwei Kurven, außerdem der komplette untere Bahnteil ab Kurve 15 über die Zielkurve bis zum Auslauf neu gebaut und den aktuellen Anforderungen der Reglements für den Bob- und Schlittensport angepasst.

Von Georg Hackl

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