Haas trotz Aus zufrieden

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Vielleicht war es ein Abschied für immer von den US Open. Ein letztes Wort von Tommy Haas gab es dazu auch nach der Niederlage gegen Juan Monaco nicht, mit der Haas ein reizvolles Achtelfinale verpasste.

New York - Vielleicht war es ein Abschied für immer von den US Open. Ein letztes Wort von Tommy Haas gab es dazu auch nach der Niederlage gegen Juan Monaco nicht, mit der Haas ein reizvolles Achtelfinale verpasste.

Die Frage aller Fragen ließ Tommy Haas auch beim Abschied von seinen 14. US Open wortreich unbeantwortet. Der 33-Jährige bewies trotz des Drittrunden-Aus' gegen den Argentinier Juan Monaco, dass er auch nach drei Schulter- und einer Hüftoperation mit der jungen Tennis-Garde mithalten kann. Doch ob Haas im kommenden Jahr noch einmal zu seinem Lieblingsturnier zurückkehrt, dürfte ihm in den nächsten Wochen und Monaten noch viel Kopfzerbrechen bereiten.

Womöglich wird ihm die Frage, ob er am Jahresende aufhört oder 2012 weitermacht, abgenommen. “Es geht letztlich nur darum, ob mein Körper hält“, sagte Haas nach dem 7:6 (7:3), 3:6, 2:6, 3:6 gegen den argentinischen Dauerläufer Juan Monaco, dem er am Samstag in einem zermürbenden Match drei Stunden lang Widerstand leistete. Letztlich verpasste Haas das reizvolle Achtelfinale gegen Roger Federer.

Die Fans auf dem Grandstand honorierten das Aufbäumen des ältesten Spielers im Turnier und verabschiedeten den Wahl-Amerikaner mit Riesenjubel. “Die Unterstützung vom Publikum war es wert, hier mitzuspielen. Das sind Momente, warum man Sportler ist“, sagte Haas nach dem 46. Match bei seinem Lieblingsturnier und wurde fast melancholisch. “Wenn das meine letzten US Open gewesen sein sollten, ist es ein Buch, das sich schließt“, sagte Haas, der 1996 auf dem selben Platz neben dem Louis-Armstrong-Stadium seine erste Partie bei einem Grand-Slam-Turnier gegen Michael Stich verloren hatte und 15 Jahre später mit einem positiven Gefühl nach Florida zurückflog.

Bis zum nächsten Turnier wird es erst einmal dauern. Haas will nicht in Asien antreten, sondern drei oder viermal in der Halle in Europa probieren, ob er an das bisher beste Ergebnis seit seinem Comeback bei den French Open im Mai anknüpfen kann.

Wenn er im Januar 2012 zu den Australian Open will, wo er dreimal das Halbfinale erreichte, muss der einstige Weltranglisten-Zweite im November und Dezember hart trainieren. “Ich habe natürlich hohe Erwartungen. Ich fahre nicht einfach nach Australien, um mitzuspielen, das habe ich nicht nötig“, betonte Haas, der weiter dringend einen Physiotherapeuten sucht, der ihm hilft, die notwendige Fitness für Matches gegen Spieler wie Ballwand Monaco zu erlangen.

Doch andererseits haben sich für den Familienvater auch die Prioritäten im Leben verschoben, was die Entscheidung nicht leichter macht. Durch seine 15-jährige Karriere hätten sich Türen geöffnet, deutete Haas an, ohne die Alternativen näher zu benennen. Außerdem wischte er diese Gedanken dann auch wieder vom Tisch. “Noch bin ich Tennisprofi“, betonte Haas.

dpa

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