"Gut fürs deutsche Eishockey!"

München - In seiner tz-Expertenkolumne schreibt Uwe Krupp über Dennis Seidenberg und dessen Triumph in der NHL und warum der Gewinn der Meisterschaft auch für das deutsche Eishockey gut ist.

Gratulation Dennis! Ich freue mich riesig über den Gewinn des Stanley Cup durch Dennis ­Seidenberg seine Boston Bruins. Toll, dass Dennis sogar die Vorlagen zu den Toren zwei und drei beim 4:0 der Bruins gegeben hat. ­Seidenbergs Sieg ist auch ein Erfolg des ­deutschen Eishockeys. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn du nach einer ­Saison mit 89 Spielen dieses Monstrum von 15,5 Kilo in die Luft strecken darfst – es ist herrlich. Wir ­hatten damals mit den Colorado Avalanche in der dritten Verlängerung ­gewonnen. Der ­Stanley Cup wurde 1893 zum ersten Mal ausgespielt, und wenn du in Amerika etwas ­Besonderes als Eishockeyspieler darstellen willst, musst du einfach diesen Titel gewinnen. Es macht mich glücklich, dass nun der Name eines weiteren deutschen ­Spielers auf den mächtigen Pokal eingraviert wird.

Auch für das deutsche Eishockey ist das wichtig. Es gibt ­unseren Spielern Antrieb und stärkt die Nationalmannschaft, wie wir das bei den beiden vergangenen Weltmeisterschaften gesehen haben. Ich spüre und freue mich ­darüber, dass die Leistungen unserer Spieler in der NHL immer mehr anerkannt werden.

Ich ­finde auch, dass die NHL und andere ­amerikanischen Ligen für das deutsche ­Publikum durchaus interessant sind. Die ­Leistungen von Seidenberg oder Christian ­Ehrhoff vom Finalisten Vancouver schlagen auch aufs deutsche Eishockey durch. Ich ­fliege übrigens am Samstag rüber, und ­besuche die NHL-Drafts – bevor am 1. August das Training bei den Kölner Haien beginnt.

Uwe Krupp

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