Gold-Jungs Brink / Reckermann geschlagen

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Julius Brink (r.) und Jonas Reckermann

Timmendorfer Strand - Für die Beach-Olympiasieger Julius Brink und Jonas Reckermann gab es an der Ostsee nichts zu feiern. Richtig schlimm traf es nur Sara Goller und Laura Ludwig.

Die Goldhelden waren müde: Die Beachvolleyball-Olympiasieger Julius Brink und Jonas Reckermann haben bei den deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand einen erfolgreichen Saisonabschluss verpasst. Gegen den Hamburger Eric Koreng und Alexander Walkenhorst aus Rottenburg mussten sich die Top-Favoriten in der Vorschlussrunde mit 0:2 (19: 21, 14:21) geschlagen geben und ihre Hoffnungen auf den vierten nationalen Titel in Folge begraben.

Brink und Reckermann, die sich im zweiten Satz beim Stande von 1: 6 wegen Rückenbeschwerden behandeln lassen und eine Auszeit nehmen mussten, verzichteten wegen dieser Blessuren auf das „kleine“ Finale gegen Sebastian Dollinger und Stefan Windscheif. Die beiden Hamburger unterlagen schon am Vormittag den Olympia-Neunten Jonathan Erdmann und Kay Matysik aus Berlin mit 0:2 (15:21, 12:21).

Erdmann/Matysik holten sich am Nachmittag ihren ersten gemeinsamen nationalen Titel. Bei böigem Schauerwetter an der Ostsee gewann das Duo das Endspiel gegen Koreng/Walkenhorst mit 2:0 (25:23, 21:16), bereits der erste Matchball sorgte für die Entscheidung.

„Bei Julius wurde eine Blockade im Lendenwirbelbereich festgestellt, es ging wirklich nicht mehr“, sagte Klaus Kärcher, Manager des Gold-Duos. Reckermann, dessen Rückenprobleme weniger schlimm waren, wollte die Niederlage aber nicht an der Verletzung seines Partners festmachen: „Unsere Gegner waren stark und haben gut gespielt.“

Cheftrainer Jürgen Wagner zeigte Verständnis für den Rückzug seiner beiden Schützlinge: „Die Probleme waren schon seit zwei Tagen da. Wir haben leider vergeblich gehofft, dass es bis zum Ende reicht. Auf jeden Fall war es von Julius und Jonas eine phänomenale Saisonleistung.“

Und die soll nach dem Willen des neu gewählten Präsidenten Thomas Krohne auch dem Deutschen Volleyball-Verband zu einer besseren und vor allem lukrativeren Darstellung in der Öffentlichkeit verhelfen. „Es gilt, diesen Erfolg jetzt langfristig zu nutzen“, sagte der 50-Jährige.

Bereit am Samstag hatten sich Katrin Holtwick und Ilka Semmler aus Essen den Titel bei den Frauen gesichert. Die Olympia-Achtelfinalistinnen bezwangen im Fnale Geeske Banck aus Kiel und die Essenerin Kira Walkenhorst mit 2:0 (21:12, 23:21) und gewannen damit zum zweiten Mal nach 2009 DM-Gold. Die Titelverteidigerinnen Sara Goller und Laura Ludwig aus Berlin, die bei den Spielen von London das Viertelfinale erreicht hatten, schieden bereits am Freitag aus.

„Mit starkem Aufschlag wollten wir unsere Gegnerinnen unter Druck setzen. Das ist besonders Ilka sehr gut gelungen“, sagte Holtwick und Semmler fügte erschöpft hinzu: „Die Meisterschaft steht immer am Ende einer langen Saison auf dem Plan, wenn die Akkus nicht mehr so gut aufgeladen sind. Aber wenn wir dann endlich hier sind, ist die Atmosphäre immer einzigartig und setzt noch einmal Kräfte frei.“

sid

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