CAS rollt den Fall Ullrich neu auf

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Die Ermittlungen gegen Jan Ullrich werden neu aufgerollt.

Lausanne - Rund um Jan Ullrich ist es in den letzten Jahren ruhig geworden. Dies dürfte sich bald ändern. Dem Tour-de-France-Sieger von 1997 droht bei einer Verurteilung eine lebenslange Sperre.

Fünf Jahre nach der Operacion Puerto wird der Fall Jan Ullrich neu aufgerollt. Der Internationale Sportgerichtshof CAS verhandelt am 22. August den Einspruch des Radsport-Weltverbandes UCI gegen die Verfahrenseinstellung durch die Disziplinarkammer des Olympischen Komitees der Schweiz. Swiss Olympic hatte das Dopingverfahren gegen den Toursieger von 1997 im Februar 2010 zu den Akten gelegt. Der Verband begründete seine Entscheidung damit, dass das Verfahren nach der Lizenzrückgabe Ullrichs nicht mehr in seinen Zuständigkeitsbereich falle.

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Ullrich, der bereits Anfang 2007 seine Radsportkarriere beendet hat, droht im Falle einer Verurteilung eine lebenslange Sperre, da er bereits im Jahr 2002 wegen einer positiven Kontrolle auf Amphetamine zu einer sechsmonatigen Sperre verurteilt worden war.

Hintergrund ist Ullrichs Verwicklung in den Skandal um Dopingarzt Eufemiano Fuentes. 2006 waren beim Spanier unter anderem Blutbeutel sichergestellt worden, die per DNA-Abgleich Ullrich zugeordnet wurden. Auch hatte das Bundeskriminalamt Geldzahlungen in Höhe von 80.000 Euro ausfindig gemacht. Im zivilrechtlichen Verfahren hatte sich Ullrich mit der Staatsanwaltschaft Bonn gegen Zahlung von 250.000 Euro eine Einstellung der Ermittlungen erwirkt.

dapd

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