IOC gegen Co-Ausrichtung Nordkoreas

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IOC-Präsident Jacques Rogge hat eine Co-Ausrichtung Nordkoreas für die Olympischen Winterspiele 2018 ausgeschlossen.

Tokio - Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat eine nordkoreanische Beteiligung an der Ausrichtung der Winterspiele 2018 im südlichen Pyeongchang ausgeschlossen.

“Das IOC vergibt die Spiele an eine Stadt in einem Land“, sagte der IOC-Präsident Jacques Rogge am Donnerstag. In dem besonderen Fall Nord- und Südkoreas komme es durchaus infrage, dass die beiden Länder bei der Eröffnungsparade gemeinsam einlaufen. “Den Austragungsort aufzuteilen, erwägen wir unter der aktuellen Olympischen Charta jedoch nicht“, sagte Rogge.

Das nordkoreanische IOC-Mitglied Chang Ung hatte zuvor die Hoffnung ausgedrückt, dass die Spiele von Pyeongchang von beiden Teilen Koreas gemeinsam veranstaltet würden. Auch der Oppositionsführer im südkoreanischen Parlament hatte Anfang der Woche gesagt, er könne sich vorstellen, dass Nordkorea 2018 zum Mitgastgeber werde.

Die Regierungspartei erklärte sich einverstanden, ein gemeinsames Sportlerteam ins Auge zu fassen. Einer gemeinsamen Ausrichtung mit dem nördlichen Nachbarn erteilte die südkoreanische Regierung jedoch bereits eine klare Absage. “Wir haben uns nicht um gemeinsame Winterspiele mit Nordkorea beworben“, sagte die Sprecherin von Präsident Lee Myung Bak. Seoul ziehe keine Mitgastgeberschaft in Betracht.

dapd

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