Tränen zu Zwanzigers Abschied - Niersbach gewählt

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Dr. Theo Zwanziger (r.) übergibt den Stab an Wolfgang Niersbach.

Frankfurt/Main - Mit Tränen in den Augen hat sich Theo Zwanziger nach acht Jahren aus dem Amt des DFB-Präsidenten verabschiedet. Wolfgang Niersbach wurde zu seinem Nachfolger gewählt.

„Ich lege hiermit das Amt des DFB-Präsidenten mit sofortiger Wirkung nieder und wünsche meinem Nachfolger Wolfgang Niersbach alles Glück der Welt. Alles hat seine Zeit, und meine Zeit als DFB-Boss ist nun zu Ende“, sagte der 66-jährige Zwanziger unter dem Applaus der 260 Delegierten auf dem Außerordentlichen Bundestag des DFB.

Der bisherige Generalsekretär Niersbach wurde zum neuen Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes für drei Jahre gewählt. Niersbach (61) folgt Zwanziger, der den größten Sportfachverband der Welt seit dem 23. Oktober 2004 gemeinsam mit Gerhard Mayer-Vorfelder und seit dem 8. September 2006 alleine geführt hatte.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, die in einer Videobotschaft die Leistungen Zwanzigers würdigte, war noch einmal voll des Lobes: „Die erfolgreiche Organisation der Weltmeisterschaften 2006 und 2011 wird immer mit ihrem Namen verbunden bleiben. Besonders danke ich Theo Zwanziger für sein unerschrockenes Eintreten gegen Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung. Sie haben zudem nicht nur mit ihrer Kompetenz überzeugt, sondern auch Standfestigkeit im Sturm mancher hitziger Debatte bewiesen“, sagte Merkel.

Zwanziger wurde außerdem mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Innenminister Hans-Peter Friedrich überreichte dem Juristen aus Altendiez das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. “Ich freue mich, dass Sie mir so eine hohe staatliche Auszeichnung übergeben“, sagte Zwanziger.

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Er bedankte sich besonders bei seiner Frau Inge sowie seinen Söhnen Frank und Ralf für die Unterstützung seit dem Jahr 2004, in dem der Jurist als Teil einer Doppelspitze zunächst an die Seite von Gerhard Mayer-Vorfelder rückte.

„Ich habe eine Familie, auf die ich sehr stolz bin. Ich habe eine Frau, die 45 Jahre lang alles für mich gemacht hat. Zudem habe ich zwei tolle Söhne und vier großartige Enkelkinder. Deshalb ist nun die Zeit gekommen, meiner Familie, die mir so vieles ermöglicht hat, etwas zurückzugeben“, sagte Zwanziger.

In Zukunft will sich Zwanziger zudem seinen Aufgaben beim Weltverband FIFA widmen. Zudem wird der sozial engagierte Zwanziger Vorsitzender der DFB-Kulturstiftung „Theo Zwanziger“. „Sie beschämen mich und meine Frau“, sagte Zwanziger nach der Umbenennung der Stiftung voller Rührung: „Ich freue mich unheimlich, das ist eine große Ehre für mich. Ich spüre den Respekt vor der Leistung meiner Arbeit als DFB-Präsident.“

Sandrock ist neuer Generalsekretär

Helmut Sandrock wird als Nachfolger von Niersbach neuer Generalsekretär. Dies bestätigten die 260 Delegierten des DFB-Bundestages am Freitag in Frankfurt/Main.

Der 55-Jährige ist damit der höchste Hauptamtliche der mehr als 200 DFB-Angestellten. Sandrock, gebürtiger Aachener, war bisher Direktor für Spielbetrieb, Talentförderung, Elite- und Partnerschulen, Trainerwesen, Jugend- und Breitenfußball und U-Nationalmannschaften. Niersbach hatte 2007 Horst R. Schmidt als Generalsekretär abgelöst.

sid/dpa

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