Zwanziger stichelt gegen Hoeneß: "Zu deftig"

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Dr. Theo Zwanziger (l.) gibt sein Amt an Wolfgang Niersbach ab.

Köln - Kurz vor seinem offiziellen Abschied hat DFB-Präsident Theo Zwanziger seinen Amtskollegen Uli Hoeneß vom deutschen Rekordmeister Bayern München kritisiert.

„Im Grunde habe ich zu ihm kein schlechtes Verhältnis, Uli Hoeneß hat mir auch in wichtigen Fragen geholfen. Allerdings: Seine Attacken sind manchmal zu undifferenziert und deftig“, sagte Zwanziger der Bild-Zeitung: „Das kann er sich als Präsident des FC Bayern erlauben, als DFB-Präsident könnte er das nicht. Deshalb hat Uli Hoeneß sicher gut daran getan, kein Amt im Verband zu übernehmen...“

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Die Gemeinsamkeit, dass beide einer WM 2022 in Katar kritisch gegenüberstehen, kommentierte Zwanziger süffisant mit den Worten: „Aber ich habe im Gegensatz zum FC Bayern kein Trainingslager in Katar gemacht... Ich bleibe dabei: Eine WM in einem Land halb so groß wie Hessen zu veranstalten, ist kaum verantwortbar.“

Zwanziger wird am kommenden Freitag nach acht Jahren an der Spitze des DFB verabschiedet. Sein Nachfolger wird der bisherige Generalsekretär Wolfgang Niersbach. Der 66-Jährige ist Fan von Borussia Mönchengladbach und traut den "Fohlen" in dieser Saison sogar das Double aus Meisterschaft und Pokal zu.

sid/dh

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