Assistenten von Babak Rafati: Sie retteten sein Leben

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Babak Rafati (2.v.l.) mit seinen Assistenten Holger Henschel und Patrick Ittrich (Foto vom 27.02.2010).

Köln - Dass Babak Rafati seinen Selbstmordversuch in einem Kölner Hotel überlebt hat, verdankt er seinen drei Assistenten. Sie fanden Rafati in seinem Zimmer und handelten sekundenschnell.

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Babak Rafati befindet sich nach seinem Suizidversuch auf der Intensivstation des Kölner Krankenhauses in Holweide. Dass er überhaupt außer Lebensgefahr ist, hat er wohl seinen dreiAssistenten Holger Henschel, Frank Willenborg und Patrick Ittrich zu verdanken. Gedankenschnell hatten sie Alarm geschlagen, als Rafati im Hyatt-Hotel nicht zur Spielbesprechung erschienen war. “Mein ganz, ganz großer Dank gilt diesen Dreien. Sie haben das Notwendige in dieser Situation gemacht, was man tun kann“, sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger. So konnte Rafati in Minutenschnelle notärztlich versorgt werden, bevor das Trio nach den Erlebnissen selbst seelsorgerisch betreut werden musste.

Die drei Unparteiischen gehören mitunter zu den Hoffnungsträgern für die Zukunft im Schiedsrichterwesen. Der 32-jährige Willenborg aus Osnabrück ist Realschullehrer und pfiff in dieser Saison bereits sieben Spiele, darunter drei Zweitligapartien. Auch der gleichaltrige Ittrich, ein Polizeibeamter aus Hamburg, zählt zum Kader der Zweitliga-Schiedsrichter. Holger Henschel, ein 38 Jahre alter Rechtsanwalt aus Braunschweig, ist bereits seit 2000 DFB-Schiedsrichter und war unter anderem Assistent beim Skandalspiel zwischen dem FC St. Pauli und Schalke 04, als nach einem Bierbecherwurf Referee Dennis Aytekin die Begegnung abbrach.

dapd

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