Zwanziger: "Ich bin nicht Amerells Feind"

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Theo Zwanziger ist zu einer Aussprache mit Manfred Amarell bereit

Frankfurt/Main - DFB-Präsident Theo Zwanziger würde sich im Dauerstreit mit Manfred Amerell mit dem Ex-Schiedsrichter-Sprecher an einen Tisch setzen, ein Mediationsverfahren werde es aber nicht geben.

“Er kann jederzeit kommen und sich mit mir unterhalten“, sagte Zwanziger bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Frankfurt/Main. “Ansonsten hat er im Verhältnis zum DFB keine Mediation zu erwarten.“ Amerell habe eine schwere Amtspflichtverletzung begangen. Für den DFB sei der Fall bis auf eine Selbstanzeige des Augsburgers vor dem Kontrollausschuss des Verbandes erledigt.

Amerell hatte nach einem zunächst geplatzten Mediationsverfahren mit Bischof Wolfgang Huber den Berliner Rechtsanwalt Michael Plassmann als Vermittler vorgeschlagen. Zwanziger sieht ein Mediationsverfahren aber allenfalls noch zwischen den zerstrittenen Parteien Amerell/Michael Kempter. Dies sei aber Sache von Kempter und dessen Anwalt Christoph Schickhardt. Amerell und der frühere FIFA-Schiedsrichter Kempter liegen juristisch im Clinch, der Fall belastet den DFB seit vielen Monaten.

Zwanziger sieht die Reaktion Amerells als “eine Art ausgestreckte Hand“. Der ehemalige DFB-Funktionär hatte die Ermittlungen wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung gegen 70 deutsche Referees ins Rollen gebracht. “Ich bin da überhaupt nicht böse. Wenn er uns hilft, die Dinge in zu Ordnung bringen, dann klären wir das auf“, sagte der DFB-Präsident und betonte: “Ich bin nicht der Feind von Herrn Amerell, ich verfolge ihn auch nicht.“ Der DFB ruhe auf sehr festgefügten Grundlagen und werde auch nicht an so einem Fall zerbrechen. “Wir werden nächstes Jahr Europameister. Ich mache mir doch keine Sorgen um den Verband“, meinte Zwanziger.

dpa

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