UEFA: Keine Gnade für Gelbsünder im CL-Finale

Nyon - Keine Gnade für die Gelbsünder von Bayern München und des FC Chelsea im Finale der Champions League.

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hält an den Sperren von Holger Badstuber, David Alaba und Luiz Gustavo (alle FC Bayern) sowie Raul Meireles, Branislav Ivanovic und Ramires (alle FC Chelsea) für das Finale der Champions League am 19. Mai in München fest. Die sechs Profis müssen jeweils Gelbsperren absitzen. Zudem darf Chelseas Kapitän John Terry wegen einer Roten Karte nicht am Endspiel teilnehmen.

Die Spielerwerkschaft FIFPro hatte um Gnade für die sechs gelbgesperrten Spieler gebeten, weil die Strafe nach Ansicht der Gewerkschaft zu hart ist. FIFpro ist der Meinung, dass die Sperre für „das Spiel des Lebens der Spieler“ nach drei Gelben Karten in zwölf Wettbewerbs-Spielen „unverhältnismäßig“ ist.

Die UEFA sieht dies allerdings anders. Die Regelung wurde sogar verlängert und gilt nun auch in den kommenden drei Spielzeiten. „Wir haben keine Anfragen bezüglich der Regelung erhalten - noch nicht einmal von den Verantwortlichen von Bayern München. Also bleibt es auch in den kommenden drei Jahren bei der Regel“, sagte der Vorsitzende UEFA-Arbeitsgruppe Champions League, Michael van Praag.

Bei der anstehenden EM in Polen und der Ukraine (8. Juni bis 1. Juli) wird sich die UEFA allerdings am Weltverband FIFA orientieren. Bei der EM-Endrunde werden wie bei der zurückliegenden WM im Jahr 2010 alle Gelben Karten nach dem Viertelfinale gestrichen. Van Praag sieht darin keinen Widerspruch, da verschiedene Wettbewerbe verschiedene Regeln bräuchten.

SID

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