Die wichtigsten Etappen im Überblick

So wurde der FC Bayern Deutscher Meister

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Mit dem Sieg gegen Eintracht Frankfurt ist der FC Bayern München am Samstag Deutscher Meister geworden.

München - Nach zwei bitteren Jahren ist der FC Bayern München endlich wieder Deutscher Meister. Ein Rückblick auf die wichtigsten Wegmarken einer erfolgreichen Saison.

2. Juli: Noch vor dem Trainingsauftakt beginnt die Saison mit einem Paukenschlag: Matthias Sammer löst den glücklosen Sportdirektor Christian Nerlinger ab.

3. Juli: Trainingsstart. Sammer stellt sich der Mannschaft vor. „Wir wollen, müssen und werden sofort erfolgreich sein. Wir sind der FC Bayern“, sagt er.

4. Juli: Abwehrspieler Breno muss wegen schwerer Brandstiftung für drei Jahre und neun Monate ins Gefängnis.

5. Juli: „Es ist alles, wie es sein muss: Die Bayern sind Titelfavorit Nummer eins“, sagt Trainer Jürgen Klopp von Titelverteidiger Borussia Dortmund.

13. Juli: Mit Mario Mandzukic wird der achte Neue vorgestellt. Sammer: „Bayern München ist immer größer als der einzelne Spieler.“

20. Juli: Bei der 2:3-Testspielniederlage gegen den SSC Neapel zieht sich Jungstar David Alaba einen Ermüdungsbruch im Fuß zu. Er verpasst den Saisonstart.

24. Juli: Wunschkandidat Lars Bender sagt den Bayern ab und bleibt bei Bayer Leverkusen.

30. Juli: Präsident Uli Hoeneß erhöht den Druck. „Mario Gomez ist gut, aber nicht sehr gut. Wir dürfen die Spieler nicht immer nur in Watte packen“, sagt er.

4. August: Sammer kontert Hoeneß. „So richtig hat uns das nicht gefallen. Wie er selbst sagt: Wenn wir den Schritt von gut zu sehr gut machen wollen, müssen wir das in allen Teilen des Vereins machen.“ Gomez verletzt sich am rechten Fuß und fällt bis Mitte November aus.

12. August: Die Bayern bezwingen Dortmund 2:1 und gewinnen den Supercup. „Das tut der bayerischen Seele gut“, sagt Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

16. August: Vier Tage vor Saisonstart sagt Hoeneß: „Wir müssen lernen, dass auch Platz zwei eine sensationelle Leistung sein kann.“

20. August: Die Bayern nehmen die erste Pokalhürde in Regensburg locker: 4:0.

25. August: In der FAZ sagt Hoeneß: „Wir müssen lernen, dass es für uns ein Problem ist, auf Dauer nur Zweiter zu werden.“ Der FC Bayern gewinnt zum Ligastart 3:0 in Fürth.

29. August: Nach wochenlangem Tauziehen ist der Rekordtransfer von Javi Martinez für 40 Millionen Euro von Athletic Bilbao perfekt.

5. September: Sammer mokiert sich über Berichte, wonach sein Verhältnis zu Heynckes schwierig sei. „Totaler Mist! Da werden ungeheuerliche Dinge konstruiert, was mich sehr traurig macht.“

12. September: Hoeneß stichelt: „Dortmund ist eine relativ regionale Sache. Bayern ist ein “Global Player'„ Der BVB werde die Tradition der Bayern aus `30 Jahren wahnsinnigen Erfolgen nie, nie, nie aufholen“.

Der FC Bayern ist Meister: Die Jubel-Fotos

Der FC Bayern ist Meister: Die Jubel-Fotos

19. September: Nach drei Siegen in der Bundesliga glückt beim 2: 1 gegen den FC Valencia auch der Start in die Champions League.

29. September: Nach dem sechsten Sieg vom Start weg beim 2:0 in Bremen meckert Sammer über „lätscherne“ Bayern. Drei Tage später verlieren die 1:3 bei Bate Borissow.

3. Oktober: Am Flughafen in Minsk kontert Heynckes Sammers Kritik. „Das ist Populismus - und den können wir nicht gebrauchen!“

20. Oktober: 5:0 bei Fortuna Düsseldorf, achter Sieg im achten Spiel - Startrekord. Dortmund hat zwölf Punkte Rückstand.

28. Oktober: 1:2 gegen Bayer Leverkusen. Sorgen vor einem wie 2011 tristen Herbst gehen um. „Die Mannschaft wird Druck kriegen“, sagt Rummenigge.

8. November: Einen Tag nach dem 6:1 in der Champions League gegen Lille schwärmt Hoeneß von Martinez. „Das Herz hat mir zum ersten Mal im Leibe gelacht.“

15. November: Bei der Jahreshauptversammlung präsentiert der Klub erneut Traumzahlen. Eigenkapital: 278,2 Millionen Euro. Hoeneß wird für weitere drei Jahre wiedergewählt.

17. November: Beim 1:1 in Nürnberg gehen erstmals auswärts Punkte verloren. Torschütze Mandzukic jubelt mit zweifelhafter Geste.

20. November: 1:1 in Valencia, vorzeitiges Erreichen der K.o. -Runde in der Champions League, Comeback von Gomez mit Vorlage.

28. November: 2:0 in Freiburg, Herbstmeister nach 14 Spielen - früher als je eine Mannschaft in 50 Jahren Bundesliga. Dortmund hat elf Punkte Rückstand.

1. Dezember: Nach vier Liga-Niederlagen stoppen die Bayern ihre Negativ-Serie gegen Dortmund: 1:1. „Sie werden wohl kaum zu stoppen sein“, sagt BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Bayerns Holger Badstuber erleidet einen Kreuzbandriss.

9. Dezember: Aus England verlautet, Trainer Pep Guardiola stehe kurz vor einer Vertragsunterschrift bei den Bayern.

14. Dezember: 1:1 zum Hinrunden-Ende gegen Gladbach. „Das Jahr schaut sehr gut aus“, sagt Hoeneß. Vorsprung auf Dortmund: Zwölf Punkte.

18. Dezember: 2:0 im Pokal-Viertelfinale in Augsburg, Franck Ribery sieht Rot. Rummenigge über Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer: „Es ist nicht einfach, wenn man mit zehn gegen zwölf spielt.“

3. Januar: „Der FC Bayern hat in seiner Historie noch nie so einen modernen, attraktiven und zeitgemäßen Fußball gespielt“, sagt Heynckes zum Auftakt des Trainingslagers in Doha.

13. Januar: 3:0 in Basel, viertes Testspiel, vierter Sieg ohne Gegentor. Sammer: „Wir sollten uns auf keinen Fall blenden lassen.“

15. Januar: Sky Italia meldet: Guardiola kommt im Sommer. Einen Tag später bestätigt dies der FC Bayern. Rummenigge: „Ich habe keine Lust darauf, dass wir uns dafür abfeiern lassen.“

19. Januar: 2:0 zum Rückrundenstart gegen Fürth - und alle reden nur über eins: „Seit Guardiola hier rumspukt, drehen alle durch. Wir müssen jetzt mal auf Fußball konzentrieren“, sagt Hoeneß genervt.

27. Januar: 2:0 in Stuttgart, die Reservisten Gomez und Arjen Robben sind stinkig. Sammer: „Wir werden keine Egoismen dulden.“

9. Februar: 4:0 gegen Schalke, 15 Punkte Vorsprung auf den BVB. „Das war keine Vorentscheidung, es gibt keinen Grund, in Euphorie auszubrechen“, sagt Hoeneß, Rummenigge sah in der Kabine „Wasser und keinen Champagner. Wir nehmen noch keine Glückwünsche entgegen.“

14. Februar: „Ich gestatte den Spielern keinen Schlendrian“, sagt Heynckes. Tags darauf gewinnt der FC Bayern 2:0 in Wolfsburg.

19. Februar: 3:1 im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League beim FC Arsenal. „Besser geht es nicht“, schwärmt Hoeneß. Geht doch: Vier Tage später wird Bremen 6:1 demontiert.

27. Februar: Dank Robbens Traumtor wird Dortmund im Viertelfinale des DFB-Pokals 1:0 bezwungen. „Die Verhältnisse im deutschen Fußball sind eindeutig wieder geklärt“, sagt Hoeneß.

28. Februar: Jürgen Klopp wirft Heynckes vor, Dortmunds Spielstil kopiert zu haben. „Der FC Bayern besteht schon ein bisschen länger als Jürgen Klopp Trainer ist“, kontert Heynckes kühl: „Es ist ganz wichtig, dass man Größe zeigt.“ Klopp entschuldigt sich.

3. März: 1:0 in Hoffenheim, siebter Sieg im siebten Spiel der Rückrunde - Dortmunds Startrekord eingestellt.

9. März: 3:2 gegen Düsseldorf, Startrekord. Der Vorsprung auf Dortmund wächst auf 20 Punkte.

13. März: 0:2 gegen Arsenal, beinahe das Aus in der Königsklasse. „Wenn wir so spielen, gewinnen wir gegen keinen“, schimpft Hoeneß: „Wir spielen seit drei Wochen einen schönen Dreck.“

15. März: Hoeneß legt nach. In der Mannschaft herrsche „Friede-Freude-Eierkuchen-Mentalität, die liegen sich alle zu sehr in den Armen - das gefällt mir nicht. Es muss Schluss sein mit dieser Wohlfühl-Oase.“

16. März: 2:1 in Leverkusen. „Wir müssen den Finger weiter in die Wunde legen“, sagt Sammer, nach der Länderspielpause müsse „bei uns ein anderer Wind wehen“.

28. März: Nach Rummenigge spricht auch Sammer ein Feier-Verbot für Samstag aus, die Champions League mit dem Viertelfinal-Hinspiel gegen Juventus Turin sei zu wichtig. „Vielleicht geht auch etwas ohne Alkohol“, sagt Bastian Schweinsteiger.

30. März: Mit dem 9:2 gegen den HSV sorgten die Bayern für einen Paukenschlag, der allerdings noch nicht zum Titel reichte, da Dortmund 2:1 in Stuttgart gewann.

2. April: 2:0 gegen Juventus, Bayern wie aus einem Guss.

6. April: Mit dem 1:0 bei Eintracht Frankfurt holt der FC Bayern zum 23. Mal die deutsche Fußball-Meisterschaft.

SID

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