Wolfsburg löst Vertrag mit Arne Friedrich auf

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Arne Friedrich

Wolfsburg - Der VfL Wolfsburg hat den ursprünglich noch bis 2013 laufenden Vertrag mit Nationalspieler Arne Friedrich überraschend aufgelöst.

Ursprünglich stand der seit Juni erneut an der Bandscheibe verletzte Nationalspieler noch bis 2013 unter Vertrag. “Ich werde die nächsten Wochen nutzen, um gut zu überlegen, wie es weitergeht und welchen Weg ich einschlagen möchte“, schrieb Friedrich auf seiner Internetseite. Ein klares Bekenntnis, ob er seine Laufbahn fortsetzt, fehlt in dem knappen Eintrag.

Friedrich habe den VfL um die Auflösung gebeten, beide Seiten hätten sich einvernehmlich getrennt. Auch wenn der Zeitpunkt überraschend kommt, so wäre eine Trennung im Winter wohl unausweichlich gewesen. In seinem Spind lag nur noch das Nötigste, trainieren durfte der 82-malige Nationalspieler nur mit den Amateuren, und das Tischtuch mit Trainer Felix Magath schien schon länger zerschnitten.

Nur 15 von 40 möglichen Bundesliga-Spielen

Der 32-Jährige war im Sommer 2010 nach dem Abstieg von Hertha BSC Berlin von Magaths Vorgänger Dieter Hoeneß nach Wolfsburg geholt worden. Wegen einer Bandscheiben-Operation fiel Friedrich jedoch die gesamte Hinrunde aus, im Sommer traten erneut Probleme auf. Insgesamt bestritt Friedrich nur 15 von 40 möglichen Bundesliga-Spielen für Wolfsburg.

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Friedrich schwieg in den vergangenen Wochen zu seiner Situation, Interviews lehnte der Vize-Europameister und WM-Dritte kategorisch ab. Er bedankte sich lediglich bei seinen Fans für deren Genesungswünsche in ein paar knappen Sätzen auf seiner Internetseite.

Nur Friedrich selbst weiß derzeit wohl, wie es weitergeht. Obwohl er während der Verletzungspause sagte, er habe keine Zweifel, seine Karriere fortzusetzen, so darf dies durchaus bezweifelt werden. Welcher Verein nimmt schon einen Spieler auf, der nicht mal Purzelbäume schlagen kann? Und seine Karriere in der Nationalmannschaft wollte Friedrich eigentlich erst nach der EM 2012 beenden. Auf die Teilnahme an der Endrunde hat er nun wohl keine Chance mehr.

Beim VfL hatte Friedrich neben seinen körperlichen auch andere Hürden zu überwinden. Als Intimus von Hoeneß wurde er von Magath nicht gerade mit offenen Armen empfangen. Außerdem hatte Friedrich öffentlich Verständnis für die “Hotelflucht“ des früheren Spielmachers Diego gezeigt, was Magath wohl sauer aufgestoßen ist.

Alleingang bei der Reha

Schließlich brachte wohl ein Alleingang Friedrichs bei der mehrwöchigen Reha das Fass zum überlaufen. Nach Angaben der “Sport Bild“ soll der Innenverteidiger diese ohne genaue Absprache mit Magath in Berlin absolviert haben. Erst als alle Absprachen mit Ärzten und Therapeuten getroffen waren, wurde Magath informiert. Ein Affront, gegen den der allmächtige Trainer aber aufgrund der freien Arztwahl nichts ausrichten konnte.

Magath zahlte es Friedrich dennoch heim, und ließ ihn in den letzten Wochen nur bei den Amateuren trainieren. Die offizielle Bezeichnung lautete Aufbautraining. Bei ihm müsse ein Profi alle Übungen mitmachen können, betonte Magath. Warum dann aber der Brasilianer Chris, nach langer Verletzung seit Monaten ohne Spielpraxis, sein Aufbautraining bei den Profis bekommt, darf zumindest hinterfragt werden. Auch Alexander Hleb, der derzeit noch solo mit Tim Lobinger trainiert, soll gleich bei den Profis ins Training einsteigen, sobald es möglich ist.

dapd

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