Das Wochenende der Spitzenspiele

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Werder Bremen gegen die Borussia aus Mönchengladbach wird das zweite Topspiel des 13. Spieltags sein.

Düsseldorf - Der 13. Bundesliga-Spieltag steht vor der Tür. Im Schatten des Duells des amtierenden Champions gegen den Rekordmeister geht unter, dass auch für die Verfolger absolute Top-Spiele anstehen.

Das Doppel-Gipfeltreffen der vier aktuell besten Fußball-Mannschaften der Republik verspricht am 13. Spieltag der Bundesliga Spannung pur. Der Hit ist fraglos am Samstagabend das Duell zwischen Spitzenreiter Bayern München und Meister Borussia Dortmund. “Ich bin hundertprozentig sicher, dass wir gewinnen, wenn wir an unser Maximum gehen“, prophezeite Bayern-Torjäger Mario Gomez. BVB-Verteidiger Mats Hummels lässt sich davon nicht einschüchtern: “Ich will nicht ohne Punkt nach Hause fahren und auf jeden Fall nicht verlieren.“

Schließlich gelang den Westfalen in der vergangenen Saison an der Isar ein 3:1, das Münchens Präsident Uli Hoeneß noch immer wurmt. “Die Niederlage hat mir unheimlich gestunken, weil ich damals ziemlich das Maul aufgerissen hatte“, sagte er dem Hörfunksender “Antenne Bayern“. Auch Hoeneß geht davon aus, “dass das dieses Jahr so nicht passieren wird“.

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Allerdings kann nicht nur der mit fünf Punkten Vorsprung vor dem Verfolger-Trio Dortmund, Bremen und Mönchengladbach an der Spitze stehende Rekordmeister selbstbewusst sein. Auch der BVB ist mächtig in Fahrt gekommen, erzielte in den letzten sechs Ligaspielen 19:3-Tore und holte 16 Punkte.

“Bislang sind die Bayern sehr dominant, aber sie haben auch noch nicht gegen uns gespielt“, sagte Dortmunds Chefcoach Jürgen Klopp. Sie seien in hervorragender Verfassung und absoluter Topfavorit. “Aber wir haben die Möglichkeit, den FC Bayern durch taktische Maßnahmen auf unser Niveau herunterzuziehen.“ Die Rolle des ersten Bayern-Jägers will der BVB nicht spielen. “Diesen Anteil an Schwachsinn gibt es in unserem Selbstvertrauen nicht“, sagte Klopp mürrisch.

Während sich Bayern und Dortmund in der Vergangenheit oft auf Augenhöhe begegnet sind, ist es zwischen Borussia Mönchengladbach und Werder Bremen das erste tabellarische Spitzenspiel seit 26 Jahren. “Werder ist in dieser Saison sehr stark und ist sehr gefährlich“, urteilte Borussia-Trainer Lucien Favre. “Wir haben aber vor keiner Mannschaft der Bundesliga Angst, auch nicht vor Werder Bremen.“

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Zuletzt neun Heimspiele ohne Niederlage und ein unerwarteter Aufstieg vom Fast-Absteiger zum Europacup-Anwärter beflügeln. “Wir haben momentan einen sehr guten Lauf, und so soll das auch bleiben“, sagte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl. Das wünscht sich Bremens Coach Thomas Schaaf nicht, der in Claudio Pizarro (elf Treffer) den zurzeit zweitbesten Torschützen der Liga aufbieten kann. Sein Rezept: Vor allem Borussias-Jungnationalstürmer Marco Reus (sieben Tore) ausschalten. “Wir wollen versuchen, dass der Ball erst gar nicht zu ihm kommt“, so Schaaf.

Der Tabellen-Fünfte Schalke 04 geht mit großen Personalproblemen in die Begegnung mit den 1. FC Nürnberg. Der “Unersetzliche“ Jefferson Farfan fällt ebenso aus wie Kapitän Benedikt Höwedes. “Wir sollten nicht klagen, denn wir haben einen großen Kader“, meinte Schalkes Manager Horst Heldt. Die Franken wittern da Morgenluft und wollen ihre Negativserie beenden. “Dass wir sieben Spiele nicht gewonnen haben, ist keine Belastung, sondern eher eine Herausforderung“, betonte “Club“-Trainer Dieter Hecking.

Ein Treffen der Gegensätze ist das Niedersachsen-Derby zwischen dem VfL Wolfsburg und Hannover 96. Der Gastgeber ist unter der Regie von Felix Magath drei Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt, Hannover in Kontakt zur Spitzengruppe. “Wir wollen zeigen, dass wir auf dem Weg dorthin ist, wo Hannover derzeit ist“, sagte Magath.

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Mit dem ersten Heimsieg der Saison will der Hamburger SV, der 1899 Hoffenheim zu Gast hat, aus dem Liga-Keller kommen. HSV-Coach Thorsten Fink hofft, dass das 2:2 beim Meisterschaftszweiten Leverkusen dafür die Moral geliefert hat: “Die Spieler haben gesehen, was sie können.“ Der Tabellenletzte FC Augsburg muss beim VfB Stuttgart antreten und der SC Freiburg, 17. der Liga, empfängt Hertha BSC. Im ersten Spiel nach dem Rücktritt von Präsident Wolfgang Overath hat der 1. FC Köln den FSV Mainz 05 zu Gast.

dpa

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