WM-Qualifikation

Zittersieg für Spanien - Ribéry trifft

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Gerard Pique (R) im Zweikampf mit Levan Mchedlidze.

Tiflis - Weltmeister Spanien ist mit einem mühsam erkämpften Auswärtssieg in die Qualifikation für die WM 2014 in Brasilien gestartet. Auch die Niederlande waren erfolgreich. 

Lange gezittert, aber die Superserie fortgesetzt: Fußball-Weltmeister Spanien ist mit einem mühsam erkämpften Auswärtssieg in die Qualifikation für die WM 2014 in Brasilien gestartet. Dank des späten Treffers von Roberto Soldado in der 86. Minute gewann die Mannschaft von Trainer Vicente del Bosque am Dienstagabend ihr Auftaktspiel gegen Georgien noch mit 1:0 (0:0).

Die bizarren Rituale der Fußballstars

Die bizarren Rituale der Fußballstars

Auch die Niederlande (4:1 in Ungarn), Schweden (2:0 gegen Kasachstan), Russland (4:0 in Israel), Italien (2:0 gegen Malta), Frankreich (3:1 gegen Weißrussland) und die von Ottmar Hitzfeld trainierten Schweizer (2:0 gegen Albanien) konnten am 2. Spieltag der europäischen WM-Qualifikation Siege bejubeln.

Nur die Engländer nicht - und das ausgerechnet in Wembley. Frank Lampard bewahrte die Three Lions im ersten Heimspiel der WM-Qualifikation zumindest vor einer Niederlage. Der Star vom FC Chelsea verwandelte in der 87. Minute einen Foulelfmeter zum glücklichen 1:1 (0:1) gegen die Ukraine. Die Führung für das Team von Trainer Oleg Blochin hatte Jewgen Konopljanka (38. Minute) erzielt. Bei der EM-Endrunde hatten sich die Engländer noch mit 1:0 gegen den Co-Gastgeber durchgesetzt.

Italien erfüllte dagegen seine Pflichtaufgabe gegen den Fußballzwerg Malta und fuhr nach dem 2:2 in Bulgarien den ersten Sieg ein. Beim kaum überzeugenden 2:0 (1:0)-Erfolg in Modena trafen Mattia Destro bereits in der 5. Minute und Andrew Cohen in der Nachspielzeit ins eigene Tor. Zum 3:1-Sieg der Franzosen gegen Weißrussland steuerte der Münchner Franck Ribéry den dritten Treffer bei.

Die Spanier holten in Tiflis gegen hochmotivierte Gastgeber die eingeplanten drei Punkte und setzten zudem ihre imposante Serie fort: Seit fünf Jahren hat der Welt- und Europameister nunmehr 23 Mal hintereinander alle Spiele in der WM- und EM-Qualifikation gewonnen. Der letzte Punktverlust datiert vom 8. September 2007, als auf Island nur ein 1:1 heraussprang.

„Das war wirklich ein hart erkämpfter Sieg. Es war sehr schwierig, weil sie so massiv in der Deckung standen, da konnten wir kaum Lücken finden“, sagte Matchwinner Soldado, der per Flachschuss traf. Zuvor taten sich die Iberer über weite Strecken sehr schwer, hatten bei einem Pfostenschuss von David Silva vor der Pause aber auch Pech. Außerdem hielt Georgiens Torhüter Giorgi Loria bis zu seiner Auswechslung rund 20 Minuten vor Schluss wie ein Weltmeister.

Deutschlands Gruppengegner Schweden feierte einen WM-Auftakt nach Maß. Rasmus Elm (37. Minute) und HSV-Profi Marcus Berg (90. +4) sorgten in Malmö für den 2:0 (1:0)-Erfolg gegen Außenseiter Kasachstan. Die Elftal der Niederlande hat bereits ihren zweiten Sieg perfekt gemacht. Vier Tage nach dem 2:0 gegen die Türkei gewann die Mannschaft unter ihrem neuen Bondscoach Louis van Gaal gegen Ungarn mit 4:1 (2:1). Jeremain Lens, der für den angeschlagenen Münchner Arjen Robben kurzfristig in die Startelf rückte, mit einem Doppelpack (2./52. Minute), Bruno Martens (18.) und der Schalker Klaas Jan Huntelaar (73.) trafen für Oranje.

Russlands Kicker feierten in der Gruppe F ihren zweiten Sieg unter Trainer Fabio Capello. Vier Tage nach dem 2:0 gegen Nordirland überzeugten die Russen auch beim 4:0 (2:0) in Israel. Alexander Kerschakow vom Meister Zenit St. Petersburg (7./64. Minute) mit einem Doppelpack, Alexander Kokorin (18.) und Viktor Fajsulin (77.) trafen. Auch Portugal hat nach dem 3:0 über Aserbaidschan nun sechs Punkte.

dpa

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