WM-Quali gegen Kasachstan

ZDF wechselt Ballack für Kahn ein

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Michael Ballack wird mit Katrin Müller-Hohenstein das Spiel gegen Kasachstan analysieren.

Mainz - Das ZDF hat Michael Ballack als Ersatzmann für den verhinderten Oliver Kahn engagiert. Der ehemalige Capitano wird das WM-Qualifikationsspiel gegen Kasachtstan analysieren.

Das könnte spannend werden. Der langjährige Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack wird an diesem Freitag erstmals als TV-Experte vor einem Millionen-Publikum die Arbeit von Bundestrainer Joachim Löw bei einem Länderspiel beurteilen. Der 98-malige Nationalspieler wird beim WM-Qualifikationsspiel gegen Kasachstan im ZDF als Ersatzmann für den verhinderten Oliver Kahn einspringen.

Der 37 Jahre alte Ballack analysiert nach ZDF-Angaben als Gast von Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein den Auftritt der Löw-Elf - allerdings nicht vor Ort im Stadion, sondern aus dem Mainzer Fernsehstudio. Somit kommt es nicht zum direkten Treffen zwischen Ballack und Löw in Astana.

Das Verhältnis zwischen dem Bundestrainer und seinem langjährigen Kapitän gilt seit dem unfreiwilligen Abschied Ballacks aus der Nationalelf als belastet. Allerdings gab es zuletzt beiderseitige Anzeichen für eine Annäherung. So hatte Löw in der vergangenen Woche mit großer Freude auf Ballacks Einladung zu dessen Abschiedsspiel am 5. Juni in Leipzig reagiert. Nach längerer Funkstille hatte es ein Telefonat der beiden gegeben, wie der Bundestrainer berichtete: „Er hat mich eingeladen zu seinem Abschiedsspiel. Ich habe mich wahnsinnig gefreut, dass er mich einlädt.“

Löw hatte Ballack nach dessen WM-Aus 2010 wegen einer Fußverletzung nicht mehr für die DFB-Auswahl berücksichtigt. Der Abschied Ballacks nach 98 Länderspielen wurde von gegenseitigen Vorwürfen begleitet. Einen letzten Länderspieleinsatz im Test gegen Brasilien (3:2) im August 2011 hatte Ballack abgelehnt.

Vor Ballacks privatem Abschiedsspiel will sich Löw nochmals mit seiner ehemaligen Führungskraft treffen. Bei einer Tasse Kaffee müsse man „reden über Dinge, die noch im Raume stehen“, sagte der offenbar auf Versöhnung gesinnte Bundestrainer. Am Freitag dürfte Ballack zumindest schon mal über Löw reden. Bei dem TV-Einsatz des ehemaligen „Capitanos“ handelt es sich nach ZDF-Angaben um einen Einzelfall. Kahn befindet sich derzeit wegen seiner Stiftung in Südafrika.

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dpa

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