WM-Quali: Ronaldo zieht Gegner für Deutschland

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Joachim Löw schickt Oliver Bierhoff zur Auslosung nach Rio.

Rio de Janeiro - Die Spannung steigt! Am Samstag werden in Brasilien Deutschlands Gegner der Qualifikation für die WM 2014 ausgelost. "Glücksfee" ist Superstar Ronaldo. Diese Teams drohen Jogis Jungs:

Teningen statt Rio de Janeiro: Wenn der frühere Weltstar Ronaldo an diesem Samstag die deutschen Gruppengegner für die WM-Qualifikation 2014 aus dem Lostopf zieht, wird sich Bundestrainer Joachim Löw in der badischen Heimat seine Gedanken dazu machen. Der 51-Jährige verzichtet auf den strapaziösen Kurztrip nach Südamerika, um sich gezielt auf das Länderspiel gegen den kommenden WM-Gastgeber vorzubereiten. Am 10. August startet die DFB-Auswahl in Stuttgart gegen Rekord-Weltmeister Brasilien in die EM-Saison - und deshalb steht an diesem Wochenende auf Löws Agenda nicht die Copacabana, sondern die deutsche Fußball-Provinz.

Der Bundestrainer will sich unter anderem am Sonntag die Partie FC Teningen gegen den FC Schalke 04 anschauen - und mögliche Kandidaten für das Brasilien-Match beobachten. Tags zuvor (Samstag, 20.00 Uhr/MESZ) werden in einer 100-minütigen Show im malerischen Jachthafen der Marina da Gloria von Rio de Janeiro die Qualifikationsgruppen für die WM 2014 in Brasilien ausgelost.

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Die kleine Delegation des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wird angeführt von Teammanager Oliver Bierhoff. “Wir hoffen auf eine attraktive Gruppe, aber unser Fokus liegt derzeit natürlich auf der EM-Qualifikation und der Vorbereitung der EURO 2012 in Polen und der Ukraine“, sagte Bierhoff vor dem Abflug nach Rio am Donnerstagabend.

Deutschland zählt in Europa zu den topgesetzten Teams aus Topf eins. Wie schwierig der Weg wird, liegt in den Händen des besten WM-Torjägers der Geschichte. Gemeinsam mit dem brasilianischen U-17-Nationalspieler Adryan entscheidet der 15-malige WM-Torschütze Ronaldo über die Europa-Gruppen.

Und dabei können sich den Deutschen durchaus einige Schwergewichte und interessante Herausforderungen in den Weg stellen. Aus Topf 2 können der DFB-Auswahl Frankreich, Russland, Serbien, die Türkei, Dänemark, Slowenien, Slowakei, Montenegro oder Schweden zugelost werden. Die Schweiz mit Trainer Ottmar Hitzfeld lauert in Lostopf 3 - wie unter anderem auch Tschechien, Belgien oder die Ukraine.

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Ein Duell mit Lothar Matthäus und Bulgarien könnte sich aus Topf 4 ergeben, wo auch Österreich oder Polen vertreten sind. Die neun Gruppensieger (8 Sechsergruppen, 1 Fünfergruppe) qualifizieren sich direkt für die Endrunde 2014 in Brasilien. Die besten acht Gruppenzweiten ermitteln in Relegationsspielen vier weitere Teilnehmer. Die Quali-Spiele beginnen allerdings erst nach der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine im September 2012.

Pünktlich zur feierlichen Auslosung hat auch der Weltverband FIFA nach zuletzt harscher Kritik den lokalen Organisatoren sein Vertrauen ausgesprochen. “Brasilien ist nicht nur ein Fußball-Land, sondern ein Land des Glücks, des Feierns und einer florierenden Wirtschaft“, sagte FIFA-Präsident Joseph Blatter. Und Generalsekretär Jerome Valcke verkündete sogar aus Sao Paolo “gute Nachrichten“.

Dort gab es zuletzt massive Probleme beim Stadionbau. “Wir sind zuversichtlich, dass Sao Paolo zustandekommt“, sagte der Franzose. Ob dort das Eröffnungsspiel am 12. Juni 2014 stattfindet, entscheidet sich erst im Oktober. Das Endspiel ist für den 13. Juli terminiert - und soll im komplett renovierten Maracana-Stadion in Rio steigen.

dpa

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