WM-Auftakt: Frankreich besiegt Nigeria

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Frankreichs Fußball-Frauen sind am Sonntag in Sinsheim mit einem mühsamen Sieg gegen Nigeria in die Weltmeisterschaft gestartet.

Sinsheim - Frankreichs Fußball-Frauen sind am Sonntag in Sinsheim mit einem überraschenden Sieg gegen Nigeria in die Weltmeisterschaft gestartet.

Afrikas Supermacht gestürzt und erstmals ein WM-Auftaktspiel gewonnen: Frankreichs Fußballerinnen haben beim verdienten 1:0 (0:0) im ersten Spiel der Weltmeisterschaft gegen Nigeria in Sinsheim für eine kleine Überraschung in der „deutschen“ Gruppe A gesorgt. Vor 25.475 Zuschauern besiegelte Stürmerin Marie-Laure Delie (56.) mit einem Abstaubertor den Start nach Maß für die Equipe Tricolore, die bei ihrer bislang einzigen WM-Teilnahme 2003 bereits in der Vorrunde gescheitert war.

Für den hoch ambitionierten Afrikameister Nigeria und seinen deutschen Berater Thomas Obliers misslang damit auch die Generalprobe für das heiß ersehnte Duell der Gruppe A mit Gastgeber Deutschland am Donnerstag in Frankfurt/Main. Die überlegenen Französinnen, bei denen fünf Spielerinnen von Potsdam-Bezwinger und Champions-League-Sieger Olympique Lyon in der Startelf standen, hatten in einer munteren Partie die zahlreicheren Chancen und waren technisch deutlich versierter als der Geheimfavorit. Drei Stunden vor dem Anpfiff des offiziellen Eröffnungsspiels zwischen dem Gastgeber und Kanada in Berlin herrschte in Sinsheim bereits WM-Stimmung pur.

La Ola schwappte schon beim Einlaufen der beiden Teams durch die Rhein-Neckar-Arena, in die viele Besucher mit Deutschland-Trikots gekommen waren. Bei Kaiserwetter und vor den Augen von DFB-Spionin Bettina Wiegmann sowie dem Männer-Co-Trainer Hansi Flick war Frankreich in der ersten Halbzeit die klar bessere Mannschaft. Während sich die Super Falcons aus Nigeria zunächst weit in die eigene Defensive zurückzogen, starteten Les Bleus angeführt von der überragenden Mittelfeldspielerin Louisa Necib aus Lyon immer wieder gefährliche Angriffe über links. Auch durch Standards waren die Französinnen, EM-Viertelfinalist von 2009, brandgefährlich.

So schön ist der Frauenfußball

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Nach einer von allein neun Ecken in der ersten Halbzeit traf Offensivkraft Gaetane Thiney aus kurzer Entfernung nur den Pfosten (18.). Die leichtfüßige und starke Necib hatte im Anschluss zwei weitere gute Chancen. Doch beide Male rettete Nigerias nicht immer sichere Keeperin Precious Dede (23./44. Der Afrikameister enttäuschte. Auch, weil Starspielerin Perpetua Nkwocha, die in Schweden unter Vertrag steht, bei ihrer dritten WM-Teilnahme Startschwierigkeiten hatte. Doch das Obliers-Team hatte kurioserweise die beste Torchance, als Desire Oparanozie allein auf das französische Gehäuse zulief. Die erst 17 Jahre alte Stürmerin der Delta Queens allerdings verlor die Nerven und schoss fünf Meter neben das Tor (25.).

Nach dem Wechsel forcierte Nigeria das Tempo. Die Führung gelang aber Frankreich, als die einzige Sturmspitze Delie nach einer Flanke der eingewechselten Eugenie Le Sommer die Verwirrung in der nigerianischen Abwehr nutzte und aus rund fünf Metern einschob. Auch der anschließende Sturmlauf der Afrikanerinnen brachte nichts. Oparanozie vergab eine gute Einschussmöglichkeit (66.) - und wurde prompt ausgewechselt. Beste Spielerinnen waren aufseiten Frankreichs Necib, Camille Abily sowie Sonia Bompastor. Beim WM-Viertelfinalisten von 1999 konnten mit Abstrichen Stella Mbachu sowie Glory Iroka überzeugen.

sid/dpa

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