Per Mausklick durch die Arenen

Stadionrundgänge: Spazieren Sie über die WM-Rasen!

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Gerade der Blick von den Tribünen lohnt beim virtuellen Spaiergang. Hier die Stadien Beira Rio in Porto Alegre, Arena die Amazonia in Manaus, Arena da Baixada in Curitiba und die Arena Pantanal in Cuiba.

Brasilia - Der Countdown läuft: Jetzt, kurz vor Anpfiff, können Sie durch die WM-Stadien laufen, unter der gleißenden Brasilien-Sonne den Rasen testen und den Blick von der Tribüne genießen. Hier geht's lang!

Sie werden ab Donnerstag nicht nur Schauplatz erbitterter Fußballschlachten sein, sie sind auch architektonische Meisterwerke. Um einmal über den WM-Rasen zu schlendern, muss man nicht gleich nach Brasilien fliegen. Hier gibt es alle zwölf Stadien, begehbar vom Rasen, über Tribüne, bis zu den Mannschaftstoiletten. Klicken Sie sich durch!

Per Mausklick kann man die eigene Position verändern, immer darauf achten, dass der helle Kreis unter dem Mauszeiger zu sehen ist, nur dann kann man dort auch hingehen. Auch mit den Pfeilen, immer in der unteren Mitte des Panoramabildes angeordnet, lassen sich kleinere Schritte in die jeweilige Pfeilrichtung machen.

Der Startpunkt ist immer in der Mitte des Rasens, aber bleiben Sie dort nicht stehen. Fast bei jedem Stadion lohnt ein Gang auf die obere Tribüne, um den Blick über das leere WM-Stadion unter der gleißenden Brasilien-Sonne zu genießen - mit etwas Glück lässt sich sogar ein Panoramablick über die jeweilige Stadt ergattern.

Rio de Janeiro: Estadio do Maracanã

Offiziell heißt die Arena in der wohl bekanntesten Stadt Brasiliens Estádio Jornalista Mário Filho, benannt nach dem Sportjournalisten und Schrifsteller. Er betrieb nicht nur vehement den Bau des Stadions, das seinen Namen trägt, sondern prägte auch den heutigen Fußballjournalismus. Maracana ist das größte Stadion Brasiliens und war Schauplatz von Brasiliens Niederlage gegen Uruguay im WM-Finale 1950. In Rio findet das Endspiel statt, außerdem vier Gruppenspiele, ein Achtelfinalspiel und ein Viertelfinalspiel.

Sao Paulo: Arena de Sao Paulo, oder: Arena Corinthians

Der Neubau fasst 65.000 Zuschauer und hat die weltweit größte Videoleinwand, die jemals in ein Stadion eingebaut wurde. Hier werden Brasilien und Kroatien die WM eröffnen. Dann gibt's weitere drei Gruppenspiele, ein Achtelfinalspiel und ein Halbfinale. Drei Arbeiter ließen während des Baus des Stadions ihr Leben. Und die vielen Bauarbeiter, die bei dem digitalen Rundgang auffallen, sind kein Zufall. Die Bauarbeiten an den Tribünen dauern bis zur letzten Minute an. Deshalb sind auch per Street-View nicht alle Tribünen zugänglich.

Belo Horizonte: Estádio Governador Magalhães Pinto, kurz: Mineirão

Das Mineirao bietet Platz für gut 62.000 Zuschauer und ist nach dem früheren Gouverneur José de Magalhâos Pinto benannt. Pinto war unter anderem an dem Militärputsch von 1964 beteiligt. Der ursprüngliche Bau, 1963 geplant von den Architekten Eduardo Mendes Guimarães Júnior und Caspar Garreto, wurde für die WM 2014 komplett modernisiert. Hier finden vier Gruppenspiele, ein Achtelfinalspiel und ein Halbfinalspiel statt.

Estádio Beira-Rio in Porto Alegre

Beira-Rio ist das größte Stadion Südbrasiliens. Es fasst 52.000 Personen. Obwohl bereits 1956 angestoßen, wurde der Bau erst 1969 eröffnet. Die Renovierungsarbeiten für die WM 2014 gingen schneller. Man beachte vor allem die imposante Dachkonstruktion. Hier werden vier Gruppenspiele und ein Achtelfinalspiel ausgetragen.

Curitiba: Arena da Baixada, oder: Estádio Joaquim Américo Guimarães

In der Arena de Baixada lohnt ein Blick auf das Dach. Das sieht nicht nur gut aus, sondern lässt sich auch auf und zu schieben. Seit 100 Jahren steht an diesem Ort bereits ein Fußballstadion. Die Arena de Baixada wurde allerdings mehrmals modernisiert und gilt inzwischen nicht nur als eines der modernsten Stadien des Landes, sondern hat auch Platz für 41.000 Zuschauer. Hier gibt es allerdings nur vier Gruppenspiele.

Manaus: Arena da Amazônia (das frühere Estádio Vivaldo Lima)

Dieses Stadion hat ein deutsches Architektenteam entworfen, das Architekturbüro gmp aus Hamburg. Es war auch an der Sanierung des Estádio Mineirao und der Hauptstadt-Arena beteiligt. In der Kritik steht der 44.000 Plätze umfassende Neubau, weil die Folgenutzung nach den vier Gruppenspielen noch nicht geklärt ist. Manaus hat kein eigenes Profi-Team. Außerdem liegt die Stadt mitten im Regenwald. Das Tropenklima könnte vielen Spielern zu schaffen machen. Schön anzusehen ist das Tropen-Stadion trotzdem.

Natal: Estádio de Dunas, oder: Estadio João Cláudio de Vasconcelos Machado

Am futuristischsten sieht wohl das Estádio de Dumas aus, entworfen von dem bekannten Sportarchitekten Christopher Lee. Das 43.000 Personen fassende Stadion wird nach den vier Gruppenspielen vom América FC genutzt.

Recife: Arena Pernambuco

Die Arena Pernambuco wurde extra für die WM 2014 erbaut. Dieses Stadion hat Platz für 46.000 Personen, hier vier Gruppenspiele und ein Achtelfinalspiel statt. Auch Deutschland wird hier ein Gruppenspiel absolvieren. Als eines von vielen Infrastrukturprojekten soll der Bau die arme Region aufwerten.

WM-Stadion in Salvador: Arena Fonte Nova

Auch diesen WM-Neubau in der drittgrößten Stadt Brasiliens Salvador haben Deutsche entworfen: das Architekturbüro Schuliz und Partner aus Braunschweig. 55.000 passen hinein. Hier finden vier Gruppenspiele, unter anderem Deutschland gegen Portugal, ein Achtelfinalspiel und ein Viertelfinalspiel statt.

WM-Stadion in Cuiabá: Arena Pantanal

Die Arena Pantanal ist nach dem nahegelegenen Biotop benannt. Sie wurde im April 2014 als Ersatz für das im Jahr 1975 erbaute alte Stadion eröffnet und fasst 43.000 Personen. Hier steigen vier Gruppenspiele - und das wohl in brütender Hitze. Bereits beim Bau des Stadions verbrauchte jeder Arbeiter im Schnitt sieben Liter Wasser pro Arbeitstag. Auch beim Online-Spaziergang in der prallen Sonne fällt gleich der trockene, braune Rasen auf. Das Stadion-Design hat den Charakter von vier massiven Toren und bricht mit der typischen Hufeisenform.

Fortaleza: Estádio Castelão, offiziell: Estádio Plácido Aderaldo Castelo

Rund, klassisch, gut: Hier spielen die Clubs Fortaleza EC und Ceará SC. Für die WM hat das Stadion von 1973 ein neues Spielfeld und ein neues Dach bekommen. Hier finden vier Gruppenspiele, ein Achtelfinalspiel und ein Viertelfinalspiel statt. Auch Deutschland ist mit von der Partie. 63.000 Fußballfans haben in diesem Stadion Platz.

Und in der Hauptstadt Brasiliens: Estádio Nacional de Brasília

Stolze 900 Millionen US-Dollar haben sich die Brasilianer ihr neues Nationalstadion kosten lassen. Es wurde auf den Überresten des Estádio Mané Garrincha errichtet. Hinein passen 70.000 Personen. Mit einem herausfahrbaren Dach lässt sich das Stadion bei jedem Wetter nutzen. Hier werden vier Gruppenspiele, ein Achtelfinalspiel und das Spiel um Platz drei absolviert.

kmm

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